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Bienenvölker in Saarwellingen mit Schaum vernichtet

Umweltfrevel in Saarwellingen : 45 Bienenvölker in Saarwellingen mit Schaum getötet

Ein hoher Schaden für die Natur, aber auch materiell für die Imker: Unbekannte haben Bienen in Saarwellingen getötet.

Insgesamt 45 Bienenstände mit Völkern von drei Imkern sind in Saarwellingen offenbar gezielt zerstört worden. Wie die Polizei Lebach am Sonntag mitteilte, wurden die Bienenvölker mit je rund 60 000 Tieren größtenteils vernichtet. Die Bienenstände stehen auf einem abgelegenen, frei zugänglichen Akazienwaldstück oberhalb einer Reitanlage in Saarwellingen. Die Tat müsse  – laut Polizeimitteilung – zwischen Donnerstagabend, 18 Uhr, und Freitagmittag, 13.45 Uhr, begangen worden sein. Fest steht auch: Der oder die Täter sprühte(n) in die Ein- und Ausgänge der Bienenstöcke einen bislang unbekannten Schaum. Wie die Polizei vermutet, könnte es sich um Wespengift handeln. Genauere Erkenntnisse stehen aber noch aus. Es sei möglich, dass es sich um „Frevel, also eine gezielte Schädigung der Bienenvölker, handelt“, erklärte Markus Lay, Sprecher des Landesverbands Saarländischer Imker. Um dies einwandfrei zu bestätigen, würden Proben an das Julius-Kühn-Institut in Brauschweig gesandt, sagte Lay.

Auf dem Boden der Bienenkästen lag eine drei Zentimeter dicke Schicht toter Bienen – unter Rückständen einer weißen schaumartigen Paste. Unabhängig vom Schaden für die Natur sei den drei Imkern ein „immenser Sachschaden“ im fünfstelligen Bereich entstanden, sagte der Polizeisprecher.

Hinweis werden erbeten von der Polizei-Inspektion-Lebach, Tel. (0 68 81) 50 50.