Bei Eisunfällen zählt jede Sekunde

Bei Eisunfällen zählt jede Sekunde

Die Eisretter der Feuerwehr Saarwellingen haben den Ernstfall geübt: Das Eis war zwar dünn, aber das machte die Übung dann auch so real.

Seit 2010 besteht die Wasserrettungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Saarwellingen . 24 eigens für derartige Einsätze ausgebildete Männer und Frauen aus allen drei Löschbezirken Saarwellingen , Schwarzenholz und Reisbach gehören ihr an. Sie arbeiten bei Alarmierungen Hand in Hand. "Die ersten Einsatzkräfte retten, die nachrückenden Fahrzeuge stellen die Unterstützungsgruppe", erläutert Stefan Müller, Leiter der Feuerwehr Saarwellingen . Dieses Konzept garantiert schnelle Hilfe bei Unglücksfällen auf offenen Gewässern wie am See am Campus Nobel oder den Fischweihern in der Gemeinde. Aber auch das richtige Equipment ist wichtig: "Schon bei der Anfahrt werden die komplett abgedichteten Rettungsanzüge angelegt, um bei eiskalten Temperaturen keine Zeit zu verlieren", erklärt Thorsten Schwinn, Leiter der Wasserrettungsgruppe und im Hauptberuf Lehrrettungstaucher bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken.

"Bei Eisunfällen gilt es, die eingebrochene Person und die Einbruchstelle schnellstmöglich zu sichern und die verunglückte Person an Land zu bringen", erklärt der Fachmann. "Der Eisretter kommt direkt zum Einsatz, wird mit einer Leine gesichert und macht sich mit Eispickeln und dem Rettungsbrett oder einer Leiter direkt auf den Weg über das Eis zur eingebrochenen Person. Den zweiten Angriffsweg stellt die Unterstützungsgruppe mit Schlauchboot Nessie oder weiteren Rettungsanzügen sicher ", erklärt Schwinn weiter.

Die Übung verlief gut, der Leiter der Gruppe war mit seinen Akteuren zufrieden.