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Bei Einsätzen ziehen alle an einem Strang

Bei Einsätzen ziehen alle an einem Strang

Lebach. Wer kennt ihn nicht den Spruch: "Die Polizei, Dein Freund und Helfer". Aber nur selten ist es die Polizei alleine, die in Notfällen hilft. Oft ist der Einsatz von Feuerwehr, DRK, THW und möglicherweise noch anderen Einsatzkräften wie Hubschrauber und Hundestaffeln nötig. Dass solch ein Einsatz auch von der Koordination abhängt, versteht sich fast von selbst

Lebach. Wer kennt ihn nicht den Spruch: "Die Polizei, Dein Freund und Helfer". Aber nur selten ist es die Polizei alleine, die in Notfällen hilft. Oft ist der Einsatz von Feuerwehr, DRK, THW und möglicherweise noch anderen Einsatzkräften wie Hubschrauber und Hundestaffeln nötig.Dass solch ein Einsatz auch von der Koordination abhängt, versteht sich fast von selbst. Aber was sich in der Theorie leicht anhört, ist in der Praxis äußerst schwierig.

Wenn beispielsweise die Sirenen heulen oder die Bevölkerung das Tatütata wahrnimmt, geht man meist davon aus, dass es brennt oder dass es einen Unfall gegeben hat.

Kürzlich kam es allerdings zu einer Suche nach einer vermissten Person (wir berichteten), bei der Polizei, Feuerwehr, DRK mit Rettungshundestaffel und THW im Einsatz waren.

Dabei war es für den diensthabenden Polizisten nicht so einfach, die Lage einzuschätzen. "Als ich über den Vermisstenfall in Schmelz in Kenntnis gesetzt wurde, war nicht klar, welches Ausmaß die Aktion annehmen würde", sagt der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Lebach, Hauptkommissar Christian Schmitt. Nach Sondierung der Lage, das heißt, Örtlichkeit, Geländegegebenheiten, Wetter, Uhrzeit, habe man die DRK-Rettungshundestaffel in Homburg informiert, und auch den Hubschrauber aus Rheinland-Pfalz angefordert. Feuerwehr, DRK und THW wurden ebenfalls in Kenntnis gesetzt. "Es bleibt nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, was man macht, man muss handeln, und das möglichst schnell, um keine Zeit zu verlieren." Manchmal müsse man auch auf sein Bauchgefühl hören, und das sei in diesem Fall richtig gewesen, erzählt Schmitt, der den Einsatz als absolut vorbildlich bezeichnet.

Wichtig sei, betont Thomas Birringer, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Schmelz, dass alle Abteilungen gut zusammenarbeiten, einer das Zepter in die Hand nehme, und alle sich nach bestimmten Regeln verhalten. Thorsten Müller, Schmelzer Wehrführer: "Wichtig ist, dass trotz aller Umstände, bei Regen und/oder Dunkelheit, keiner auf eigene Faust handelt, um beispielsweise keine Spuren zu verwischen."

Dass nicht jeder Einsatz mit Erfolg gekrönt sei, wie es bei der Suche nach der vermissten Person der Fall war, wissen alle. Aber eins ist klar: Wenn es um Menschenleben geht, ziehen alle an einem Strang.

Auf einen Blick

Beim bislang größten Einsatz des Jahres im Kreis Saarlouis waren die Polizei, die Feuerwehren Schmelz, Lebach, Dillingen, Saarwellingen und die Führungsgruppe der Kreisfeuerwehr, THW, Ortsverband Lebach, die Rettungshundestaffel vom DRK aus Homburg und das DRK aus den Ortsvereinen Schmelz, Hüttersdorf und Limbach im Einsatz. ab