Behindertengerechter Umbau schreitet voran

Saarwellingen. In der Gemeinde Saarwellingen liegt das ehrenamtliche Engagement für die Belange behinderter Mitbürger gleich in mehreren Händen. Unter dem Vorsitz des kommunalen Behindertenbeauftragten Günther Puhl setzt sich ein Behindertenbeirat für die Barrierefreiheit ein

Saarwellingen. In der Gemeinde Saarwellingen liegt das ehrenamtliche Engagement für die Belange behinderter Mitbürger gleich in mehreren Händen. Unter dem Vorsitz des kommunalen Behindertenbeauftragten Günther Puhl setzt sich ein Behindertenbeirat für die Barrierefreiheit ein.Puhl, auch Mitglied des Arbeitskreises Selbsthilfe des Landkreises Saarlouis, spricht Saarwellingen eine gute Struktur in Sachen Gleichstellungsarbeit zu: "Hier ist man sehr sensibilisiert für das Thema. Der Beirat wurde schon 1989 eingerichtet, lange vor dem Gleichstellungsgesetz 2003." Dieses machte den "waschechten Saarwellinger" Puhl, seit 1990 Beiratsmitglied und seit 1993 Vorsitzender, zum "offiziell" bestellten Behindertenbeauftragten.Er selbst sei auf Grund seiner eigenen Geschichte sensibilisiert worden, sagt der 75-jährige pensionierte Diplom-Ingenieur. Der Gründer der Koronarsportgruppe Schwarzenholz ist nach drei Herzinfarkten engagiert für Menschen, gleich welcher Behinderung. Damit treffe er bei Verwaltung, Vereinen und Institutionen auf "viel Bewusstsein für die Thematik." Trotzdem sei für die Integration Behinderter noch viel zu leisten.Neben der persönlichen Beratung Betroffener übernehmen Puhl und der Behindertenbeirat die Interessenvertretung Behinderter in Fragen kommunaler Umbaumaßnahmen oder Freizeitangebote.Im öffentlichen Raum auf alle Arten von Behinderungen Rücksicht zu nehmen, sei nicht einfach, weiß Puhl: "Unsere Anliegen können bei bestem Willen seitens der Gemeinde nicht ruck-zuck erledigt werden, denn dafür fehlen Personal oder Geld. Aber wir behalten unsere Forderungen auf der Agenda, bis etwas passiert."Passiert seien in Saarwellingen schon viele "gute Dinge": An der aktuellen Baustelle in der Bahnhofstraße werde jetzt neben Bordsteinabsenkungen auch auf Leitsteine für Sehbehinderte gesetzt. Weitere Anliegen des Beirats, die teilweise schon umgesetzt sind, seien neben einem "Programm zur barrierefreien Gestaltung aller Bürgersteige und Überwege" auch Umbauten an Friedhöfen ("Eingänge, Parkplätze, WCs, Ruheplätze"), Freizeitstätten wie Wanderwege, Schulen oder Hallen, dazu Integrationsmaßnahmen in Vereinen.Rat und Hilfe finden Menschen mit Behinderungen in Saarwellingen beim Amt für Jugend, Senioren und Soziales, bei den Mitglieder des Beirates (eine Liste ist unter www.saarwellingen.de zu finden) oder direkt beim Behindertenbeauftragten. kesKontakt: Günther Puhl, Telefon (0 68 38) 69 88.

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