Schwerer Unfall: Bahnhofstraße nach tödlichem Unfall verwüstet

Schwerer Unfall : Bahnhofstraße nach tödlichem Unfall verwüstet

Eine Tote, ein Kind in Lebensgefahr und drei Verletzte durch tragisches Unglück - Zehn Autos und drei Häuser beschädigt

Der schwere Verkehrsunfall, der am Mittwoch in Saarwellingen eine Frau das Leben kostete (die SZ berichtete), hat im Ort großen Schreck und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Im oberen Teil der Bahnhofstraße war ein 26-Jähriger aus Ensdorf von hinten in ein Auto gekracht, in dem eine 43-jährige Frau aus Nalbach und ihr Kind saßen. Die Fahrerin kam dabei zu Tode, ihre zwölfjährige Tochter auf dem Beifahrersitz wurde lebensgefährlich verletzt. Das Kind wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Saarbrücker Klinik gebracht. Auch der Unfallversacher wurde verletzt.

Nach Angaben der Polizei, die Mühe hatte, in dem Trümmerfeld den Unfallhergang zu konstruieren, hat sich Folgendes zugetragen: Gegen 17.15 Uhr erlitt der 26-Jährige, der in Richtung Ortsmitte unterwegs war, am Steuer seines schwarzen VW Golf einen akuten medizinischen Notfall – welcher Art, konnte die Polizei noch nicht mit Gewissheit sagen. Sein Fahrzeug raste ungebremst über eine rote Ampel und streifte zwei entgegenkommende Autos. Ein Fahrer wurde dabei leicht verletzt.

Mit hoher Geschwindigkeit fuhr er dann auf den weißen Peugeot der getöteten Frau auf und schob diesen hunderte Meter vor sich her. Die beiden Autos rammten an der Einmündung Dillinger Straße unter anderem ein Stoppschild und die Treppe eines Elektrogeschäftes. Der Unfallverursacher schlitterte dann in einen roten Golf, der vor einem Dönerladen stand, und schob diesen in das Schaufenster. Dabei wurde ein Mann, der gerade neben dem geparkten Auto stand, leicht verletzt. Der weiße Peugeot krachte mit Wucht in ein anderes geparktes Auto und kam schließlich vor einem Bestattungsunternehmen zum Stehen.

Insgesamt wurden zehn Autos, davon sechs geparkte, und drei Häuser beschädigt, zum Teil durch umherfliegende Trümmer. Die Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden, die Lebacher Polizei vermutet eine sechsstellige Höhe. Zur Klärung des Unfallherganges wird nun ein Gutachten erstellt. Die Bahnhofstraße war am Mittwoch bis 21 Uhr teilweise voll gesperrt.

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