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Zwei Große und vier Kleine dabeiDie wichtigsten Ziele der ParteienWie werden Sie bei der Wahl abschneiden?Wer kommt für eine Kooperation In Frage?

Zwei Große und vier Kleine dabeiDie wichtigsten Ziele der ParteienWie werden Sie bei der Wahl abschneiden?Wer kommt für eine Kooperation In Frage?

Schmelz. Sechs Parteien kämpfen am 25. Mai in Schmelz um den Einzug in den Gemeinderat. Folgende Parteien sind vertreten: Die Christdemokraten (CDU), die Sozialdemokraten (SPD), die Linke, die Grünen, die FPD und die FW. Der Gemeinderat hat 33 Sitze. Davon entfallen zurzeit 14 auf die CDU, 13 auf die SPD, zwei auf die Linke, einer auf die Grünen, einer auf die FDP und zwei auf die Freien Wähler Schmelz.Für die Christdemokraten tritt auf Platz eins Nicolas Lorenz an. Der 33-Jährige ist von Beruf Bildungsassistent. Seit 2009 ist er Fraktionsvorsitzender und außerdem Ortsvorsteher von Hüttersdorf.

Schmelz. Sechs Parteien kämpfen am 25. Mai in Schmelz um den Einzug in den Gemeinderat. Folgende Parteien sind vertreten: Die Christdemokraten (CDU), die Sozialdemokraten (SPD), die Linke, die Grünen, die FPD und die FW. Der Gemeinderat hat 33 Sitze. Davon entfallen zurzeit 14 auf die CDU, 13 auf die SPD, zwei auf die Linke, einer auf die Grünen, einer auf die FDP und zwei auf die Freien Wähler Schmelz.Für die Christdemokraten tritt auf Platz eins Nicolas Lorenz an. Der 33-Jährige ist von Beruf Bildungsassistent. Seit 2009 ist er Fraktionsvorsitzender und außerdem Ortsvorsteher von Hüttersdorf.

Auf Platz eins hat die SPD den 48-jährigen Wolfram Lang gesetzt. Der Steuerbeamte hat in den zurückliegenden fünf Jahren vielfältig Verantwortung als erster Beigeordneter der Gemeinde Schmelz übernommen.

Für die Linke tritt Roswitha Grewenig an. Sie ist Kauffrau und 75 Jahre alt.

Für die Grünen steht Margareta Reiter an erster Stelle. Sie ist 63 Jahre alt. Sie ist Lehrerin am Berufsbildungszentrum in Lebach.

Für die FDP geht Ernst Conrad ins Rennen. Der 74-Jährige ist von Beruf Kaufmann und Malermeister.

Von Beruf ist er Betriebswirt. Die Rede ist von Christian Joseph, der für die FW Schmelz antritt. Er ist 36 Jahre jung und seit der letzten Wahl 2009 im Gemeinderat für die Freien Wähler. Dort ist er Fraktionsvorsitzender und 2. Beigeordneter der Gemeinde. Zudem ist er seit 2002 1. Vorsitzender des Vereins.

841 Erstwähler

In der Gemeinde Schmelz sind insgesamt 13 576 Wahlberechtigte. "Davon sind 841 Erstwähler", teilt der Sachbearbeiter Wahlen, Andy Rupp, mit. In acht Wahllokalen darf gewählt werden. Dabei gibt es 18 Wahlbezirke. Acht in Schmelz, vier in Hüttersdorf, drei in Limbach und jeweils einen in Michelbach, Primsweiler und Dorf. Dazu kommen drei Briefwahlbezirke. Mit ungefähr 2000 Briefwählern wird gerechnet. 2009 waren es ähnlich viele. Am 25. Mai werden zirka 210 Wahlhelfer im Einsatz sein. "Das sind etwa acht bis zehn pro Wahlbezirk", schätzt Verwaltungsmann Rupp die Zahl der Helfer, die am 25. Mai, ihren Dienst tun.

Nummer wird vergeben

Die Listennummern auf den Stimmzetteln werden von der Landeswahlleiterin vergeben. Die Nummerierung richtet sich bis Platz elf nach den angetretenen Parteien bei der jüngsten Landtagswahl im Jahr 2009. Das bedeutet für Schmelz, dass die CDU auf Platz eins steht, danach auf zwei die SPD, auf dem dritten Listenplatz die Linke, Platz vier ist frei, Platz fünf ist für die Grünen vorgesehen, Platz 6 ist wieder frei, auf Platz sieben steht die FDP. Die Plätze acht bis zwölf sind nicht vergeben, es folgt auf Platz 13 die FW/FWG. Nicolas Lorenz, CDU: Die CDU setzt auf eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde mit optimalen Betreuungsmöglichkeiten in Kindergarten und Schule, mit sicheren und sauberen Kinderspielplätzen und einem familienfreundlichen Heidebad. Die CDU will Handel, Handwerk und Gewerbe fördern, Neuansiedlungen mittelständischer Betriebe unterstützen und Arbeitsplätze vor Ort sichern. Die CDU setzt sich für lebendige Dörfer mit intakten Straßen und die Stärkung der Ortsräte, zum Beispiel durch eigenes Budget, ein.

Wolfram Lang, SPD: Schmelz soll auch für junge Familien attraktiv bleiben. Daher liegt mir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders am Herzen. Wir werden die begonnenen Bau- und Sanierungsmaßnahmen an Schulen und Kindergärten abschließen und auch die Ganztagsschulen weiterentwickeln. Es gilt zudem, Schmelz als Gewerbe- und Dienstleistungsstandort zu sichern. Die örtliche Nahversorgung ist insbesondere für ältere Menschen von hoher Bedeutung. Die Wasserversorgung werden wir durch verschiedene Maßnahmen weiter verbessern. Um künftig gegen die Folgen von Starkregenereignissen besser gewappnet zu sein, werden wir die bislang eingeleiteten Schutzmaßnahmen konsequent fortführen.

Roswitha Grewenig, Die Linke: Für ältere Bürger die Versorgung innerhalb der Wohngebiete zu verbessern und die Erhaltung des Schmelzer Schwimmbades.

Margareta Reiter, Grüne: Nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde, die unsere finanziellen Möglichkeiten im Auge behält: Projekte, die die Lebensqualität von Jung und Alt verbessern, zum Beispiel bürgernahe Dienstleistungen, ansprechende Gestaltung der Ortsteile, die zu Kommunikation und Zusammensein einladen, Erhaltung/Förderung der Einrichtungen der Kulturträger und Jugendarbeit, Schutz und Erhaltung der natürlichen Ressourcen, damit die Gestaltung des demografischen Wandels nach den Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen bewältigt werden kann, Verbesserung des ÖPNV insbesondere die Anbindung an die Saarbahn.

Ernst Conrad, FDP: Unsere Ziele sind festgefahrene, einseitige Mehrheiten zu verhindern und demokratische Entscheidungen zum Wohle aller Bürger zu treffen.

Christian Joseph, FW Schmelz: Auslagerung der Asphaltmischanlage, Entlastung vom Schwerlastverkehr für die Anwohner in Goldbach, Förderung durch Bauwasser, Familien, die in Schmelz ein Neubauvorhaben realisieren, sollen durch einen Bonus bei der Wasserverbrauchsabrechnung entlastet werden. Wir wollen weiterhin unsere Vereine fördern, denn ihre Mitglieder leisten durch ihr ehrenamtliches Engagement einen wichtigen Beitrag. Nicolas Lorenz, CDU: Wir streben an, in einer handlungsfähigen Mehrheit in Zukunft die Geschicke unserer Gemeinde mitbestimmen zu können.

Wolfram Lang, SPD: Ich wünsche mir, dass die SPD weiter gestärkt aus den Wahlen hervorgehen wird.

Roswitha Grewenig, Die Linke: Ich hoffe, dass wir annähernd das Ergebnis von 2009 erreichen werden.

Margareta Reiter, Grüne: Dass wir wieder im Gemeinderat und erstmals im Ortsrat von Schmelz vertreten sein werden, dass wir eine eigene Fraktion bilden können.

Ernst Conrad, FDP: Wir erwarten mindestens eine Fraktionsstärke. Besser wären noch drei Sitze.

Christian Joseph, FW Schmelz: Unser Ziel: 10 Prozent der Stimmen. Viel wichtiger ist, dass wir wieder mitregieren können, um unsere erfolgreiche Arbeit fortzuführen. Nicolas Lorenz, CDU: Wir warten das Ergebnis der Kommunalwahl ab und werden dann mit allen demokratisch legitimierten Parteien und Wählergruppierungen Gespräche führen.

Wolfram Lang, SPD: Grundsätzlich sollte man einer Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien offen gegenüberstehen. Wir haben in den letzten fünf Jahren mit unseren Partnern aus Freien Wählern und Linken im Gemeinderat vertrauensvoll und konstruktiv zusammengearbeitet.

Roswitha Grewenig, Die Linke: Als Kooperationspartner kommen alle demokratischen Parteien in Frage, die sich hier in der Gemeinde zur Wahl stellen.

Margareta Reiter, Grüne: Alle zurzeit im Gemeinderat vertretenen Parteien sind als Koalitionspartner für uns denkbar.

Ernst Conrad, FDP: Wir wollen keine Koalition, um nicht wieder einseitige, undemokratische Mehrheiten zu schaffen.

Christian Joseph, FW Schmelz: Wir sind nur dem Bürger verpflichtet, und darum bilden wir keine Koalitionen. Wir sind freie Wähler und bleiben dies auch. So haben wir in der letzten Wahlperiode meistens mit der SPD, auch teilweise mit der CDU zum Wohle der Bürger gestimmt.