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Zahl der Einwohner immer noch umstritten

Zahl der Einwohner immer noch umstritten

Noch ist gerichtlich nicht geklärt, ob die jüngste bundesweite Einwohner-Berechnung falsch war oder nicht. Saarlouis geht weiter davon aus, die richtigen Zahlen zu haben.

Saarlouis ist nicht so groß wie gedacht, war Botschaft der "Zensus" genannten Zählung von 2011. Die Zählung billigte der Kreisstadt - wie vielen anderen Kommunen - viel weniger Einwohner zu, als ihre Ämter selbst gezählt hatten. Gegen diese Ergebnisse prozessieren 23 Saar-Kommunen, seit 2014 im Anschluss an eine Musterklage von Neunkirchen. Eine Entscheidung steht noch aus. 34 479 Einwohner gab der Zensus (auf Mitte 2013 hochgerechnet) an. Das sind, wie Bürgeramtsleiter Bernd Bourgeois dem Rat in einer instruktiven Präsentation darlegte, 1616 weniger als die von der Stadt gezählten 36 095 Bürgerinnen und Bürger. Diese Zahl habe sich weiter erhöht: Sie liege jetzt bei 36 643.

Danach haben Roden 8723 Einwohner, Fraulautern 6952, Innenstadt 6670, Steinrausch 3738, Beaumarais 3599, Lisdorf 3513, Picard 1885 und Neuforweiler 1563 Einwohner.

Wie seit Jahren, wurden 2015 mehr Saarlouiser (439) bestattet als geboren (268).

Das entspricht ganz grob den Größenordnungen der vergangenen Jahre.

57 Prozent der 2015 geborenen Babys hatten deutsch-deutsche Eltern. Bei 14 Prozent war ein Elternteil deutsch und einer aus dem EU-Ausland, bei 18 Prozent eine deutsch und einer aus einem Nicht-EU-Land; bei acht Prozent waren beide Elternteile Ausländer . Unter den Verstorbenen waren 92 Prozent Deutsche.

Flüchtlinge , vor allem aus Syrien, machen heute 23 Prozent aller 4680 Ausländer in Saarlouis aus; 2013 waren es noch sechs Prozent gewesen. Seitdem kamen insgesamt 846 Flüchtlinge neu nach Saarlouis . Der Ausländeranteil in der Stadt liegt jetzt bei 12,8 Prozent. An der Gesamtbevölkerung haben Flüchtlinge jetzt einen Anteil von 2,8 Prozent (2011: 0,35 Prozent).