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„Wertschätzung des Augenblicks“

„Wertschätzung des Augenblicks“

Der Trierer Weihbischof Robert Brahm hat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hospizgruppen und der Trauerbegleitung im Kreis Saarlouis für ihr Engagement gedankt. Er traf die Gruppen im Rahmen der Visitation des Dekanates Saarlouis.

Schwerkranke zu begleiten und Trauernde nicht alleine zu lassen sei eine "wertvolle Aufgabe" und eine "sehr anspruchsvolle Tätigkeit", sagte Weihbischof Robert Brahm bei einer Gesprächsrunde mit Vertretungen aus Hospizhilfe und Trauerbegleitung in Saarlouis.

In Hospizarbeit und Trauerbegleitung lernten die Mitarbeiter die "Wertschätzung des Augenblicks" und man nehme das Leben "intensiver wahr".

Dechant Heinz Haser nannte es "unschätzbar wertvoll", dass hier Menschen seien, die andere in Grenzsituationen begleiten. Die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger brauchten diese Unterstützung, weil sie vieles nicht mehr leisten könnten.

86 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer gibt es derzeit im Kreis Saarlouis, davon sind 67 derzeit im Einsatz, informierte Gabriele Andler vom Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentrum in Saarlouis. Das Zentrum wird ökumenisch getragen vom Caritasverband Saar-Hochwald und dem Christlichen Hospizkreis Saarlouis. Ohne Ehrenamtliche könne man die immer umfangreicher werdende Aufgabe nicht bewältigen, sagte Andler. Es sei erstaunlich, dass sich immer mehr junge Menschen zur Mitarbeit bereit erklärten, berichtete Karin Jacobs vom Caritasverband.

Zur Begleitung von Trauernden gibt es aktuell in Saarlouis das "Lebenscafé", einen Gesprächskreis für trauernde Angehörige, einen weiteren für trauernde Eltern und Kinder, sowie die "Regenbogengruppe" für Eltern, die ihr Kind sehr früh verloren haben, informierte Irmtraud Haxter.

Michael Schmitz, selbst betroffener Vater, berichtete von der Gründung einer Trauerbegleitung für Eltern, die ihr Kind verloren haben. "Die Gruppe ist ein anstrengendes, aber sehr schönes Erlebnis. Die Menschen tragen hier einander", sagte Schmitz. Mittlerweile habe man auch ein Angebot für trauernde Kinder und ein entsprechende für Jugendliche geschaffen.