Wenn nicht jetzt, wann dann?

Das Heimspiel gegen den TV Langen wird für die Zweitliga-Basketballer des TV Saarlouis schon zu einer Art Endspiel. Nach neun Niederlagen in Folge ist ein Sieg für den Aufsteiger fast Pflicht, soll die Hoffnung auf den Ligaverbleib in der ProB nicht frühzeitig erlöschen.

Wenn nicht jetzt, wann dann? So lautet das Motto der Zweitliga-Basketballer des TV Saarlouis vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen den Tabellen-Neunten TV Langen. Für die Royals ist es nach zuletzt neun Niederlagen in Folge absolut an der Zeit, mal wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren. "Langen ist ein Gegner auf Augenhöhe. Am Samstag gilt es", sagt TVS-Manager Hanno Mouget vor dem ProB-Auftritt ab 19.30 Uhr in der Saarlouiser Stadtgartenhalle. Und Aufbauspieler Danny Rodriguez bläst in das gleiche Horn: "Wir dürfen jetzt keine Ausreden mehr suchen. Das ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen - wenn wir noch eine Chance auf den Klassenverbleib haben wollen."

Im Vorfeld ist die Stimmung bei den Royals trotz der Pleitenserie weiter gut: "Das wundert mich selbst ein wenig, aber alle sind positiv bei der Sache", schildert Rodriguez seine Eindrücke aus dem Training.

Dass nach dem Auftakterfolg Anfang Oktober in Speyer kein weiterer Erfolg für den TVS hinzukam, liegt aus Sicht des 24-Jährigen vor allem an einem: "Wir sind in den Spielen als Team einfach nicht konstant genug." Immer wieder erlaubte sich Saarlouis in den Partien eklatante Schwächephasen, die einen möglichen Erfolg verhinderten. Wobei die Royals nach einigen knappen Begegnungen zwischendurch in den beiden vergangenen Auftritten wieder deutlich unterlegen waren. Nach der 75:109-Heimklatsche gegen die White Wings Hanau folgte zuletzt eine ebenfalls klare 62:89-Niederlage bei den Dragons Rhöndorf. Dennoch sagt Rodriguez: "Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Abgesehen von den zwei Spielen zuvor haben wir uns im Laufe der Saison kontinuierlich gesteigert. Ich bin sicher, dass der Knoten endgültig platzt, wenn wir mal ein Spiel gewinnen." Das soll also am Samstag gegen die mit vier Siegen und sechs Niederlagen knapp hinter den Playoff-Plätzen liegenden Hessen der Fall sein. Der Gegner aus Langen machte zuletzt vor allem mit unschönen Schlagzeilen von sich reden. Mitte November kam es im Heimspiel gegen die BG Karlsruhe zum Eklat, als Langens US-Amerikaner Filmore Beck seinem Gegenspieler Paul Brotherson die Faust ins Gesicht rammte. Dabei brach er ihm Kiefer und Jochbein und wurde anschließend mit einer Rekordsperre von dreieinhalb Jahren belegt. Solche Szenen soll es am Samstag auf keinen Fall geben - dafür aber eine Saarlouiser Mannschaft, die mit dem Anhang endlich wieder einen Sieg bejubeln kann.

In der Basketball-Oberliga stehen für die beiden Kreisvereine Auswärtsspiele an. Der Tabellenvorletzte BBC Bous tritt am Sonntag um 16 Uhr zum Kellerduell beim Drittletzten TG Nieder-Ingelheim an. Die SG Ensdorf-Griesborn hat Ingelheim zuletzt mit 78:57 besiegt und ist jetzt Sechster. Die SG spielt um 18 Uhr beim Vierten BBC Rockenhausen.