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Weniger Mitglieder, aber mehr Jugendliche

Überherrn. Der Kreisfeuerwehrverband Saarlouis unerstützt die „Lebacher Erklärung“. Darin wird unter anderem auch betont, dass die Aufnahme von Flüchtlingen als humanitäre Verpflichtung zu sehen ist. Rolf Ruppenthal

Der Kreisfeuerwehrverband Saarlouis , Gewinner des Willkommenspreises des saarländischen Sozialministeriums, bekennt sich zur so genannten "Lebacher Erklärung". Bei der zehnten Delegiertenversammlung des 2004 gegründeten Gremiums unterschrieben Vorsitzender Kreisbrandinspekteur Bernd Paul und Geschäftsführer Helmut Engeldinger dieses Papier, das sich für "Zusammenhalt und Miteinander" bezüglich Menschen mit Migrationshintergrund erklärt. Die "Lebacher Erklärung" hatten als Erste Anfang März 15 gesellschaftliche Gruppen und Interessenverbände unterzeichnet. Anlass war der erste saarländische Integrationsgipfel. Die Unterzeichner verstehen das Papier als Basis der saarländischen Integrationspolitik. Sie wenden sich dabei gegen Gewalt, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit. Unterstrichen wird, dass die Aufnahme von Flüchtlingen als humanitäre Verpflichtung zu sehen ist

Der Verband, dem alle 13 freiwilligen Feuerwehren des Landkreises mit insgesamt über 3300 Mitgliedern angehören, hat sich die Förderung des Brandschutzes, der Hilfeleistung, des Katastrophenschutzes, des Rettungswesens und des Umweltschutzes verschrieben und vertritt die Interessen der kommunalen Feuerwehren sowie der Werks- und Betriebsfeuerwehren im Kreis.

In seinem Rechenschaftsbericht wartete Vorsitzender Bernd Paul mit einer positiven Bilanz auf. Die Mitgliederzahl sank zwar geringfügig von 2102 auf 2055, dafür konnte aber der Jugendbereich von 624 Mitgliedern auf 640 gesteigert werden. Bernd Paul wartete zudem mit einem Rückblick auf 2014 auf, darunter auf etliche Tagungen, Sitzungen und Schulungen. Zudem würdigte er mit dem Blick auf viele Ehrungen auch die Verdienste langjähriger gestandener Feuerwehrleute.

Auch 2015 stehen nach seinen Worten zahlreiche Aufgaben an. So sollen die erfolgreichen Projekte "Feuerwehr für alle" und "Fahrsicherheitstraining für Feuerwehren " fortgeführt werden. Auch in diesem Jahr will die Kreisfeuerwehr ein besonderes Augenmerk auf die Jugend- und Nachwuchsarbeit sowie die Integration ausländischer Mitbürger legen.

Mit der Bestätigung von Hans-Josef Neises als Sprecher der Feuerwehren stand nur eine einzige Personalie an. Umrahmt wurde die Delegiertenversammlung von den Darbietungen des Tambour-Corps der Feuerwehr Schwalbach aus dem Löschbezirk Elm. In Grußworten würdigten Landrat Patrik Lauer und Überherrns Bürgermeister Bernd Gillo die Arbeit der Feuerwehren und des Kreisfeuerwehrverbandes.