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Kommentar
Weichen stellen ist unspektakulär

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Von Johannes Werres

Das Ziel einer Bahnreise ist oft spektakulär, eben eine Reise wert – aber niemand sieht, wie die Weichen für diesen Zug gestellt werden. So ist es auch mit den großen Entscheidungen, mit denen der Ausschuss für Stadtplanung jetzt Weichen stellt für Saarlouis. Auf bis zu 15 Jahre legt sich das Projekt „Soziale Stadt“ fest, um die Lebensqualität in Roden und Fraulautern zu erhalten und wo nötig zu verbessern. Die Weichenstellung ist das „ISEK“, das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept. Es zielt darauf, die örtliche Entwicklung nicht dem Zufall zu überlassen, sondern sie zusammen mit Bürgern zu steuern. Vom selben Kaliber ist die Neuauflage des Flächennutzungsplanes (FNP) für Saarlouis. Auch darüber hat der Ausschuss zu diskutieren begonnen. Im neuen Plan geht es zum Beispiel um eine Erweiterung des Lisdorfer Berges. Oder darum, dass mehr als 100 Hektar, die bisher für neue Wohnbauten vorgesehen waren, aus dem Plan herausgenommen werden. Auch das sind Weichenstellungen, für die sich Bürgerinnen und Bürger interessieren sollten.