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Ausschuss
Was wird aus dem Kraftwerks-Gelände in Ensdorf?

Saarlouis. VSE-Vorstand Gabriël Clemens informiert im Saarlouiser Bau-Ausschuss über die nächsten Pläne. VSE möchte Eigentümerin der Fläche bleiben.

Mit 50 Hektar gut angebundener Gewerbe- und Industriefläche war VSE-Vorstand Gabriël Clemens in den Ausschuss und den Beirat für Stadtplanung, Bauen und Umwelt ins Saarlouiser Rathaus gekommen. Sein Auftrag: den Stand der Dinge erläutern, das Konzept des Energie- und Ressourcen-Zentrums vorstellen und Werbung für die Ansiedlung machen. Neben der guten Anbindung spreche auch das Gesamtkonzept für das zu erschließende Gebiet in Ensdorf. „Wir planen einen ganzheitlichen Industriepark 2.0“, sagte er.


Bisher will der Entsorgungsverband Saar (EVS) mit seiner Biogas-Anlage, die in den kommenden Jahren den Grünschnitt aus dem gesamten Saarland auffangen soll, einen kleinen Teil der Fläche nutzen, die nach der Schließung des Kraftwerkes am Jahresende frei wird. Zum Verkauf, betonte Clemens, werden die Flächen nicht angeboten, die VSE wolle Eigentümer bleiben, um so auch die Planungsherrschaft nicht aus den Händen zu geben.

Nun gehe es in einem ersten Schritt darum, Änderungen zu beantragen. Wichtig, betonte Clemens, sei der VSE die Beteiligung der Bürger, insbesondere in Ensdorf, aber auch in den umliegenden Städten und Gemeinden. In Ensdorf fand bereits eine erste Standortkonferenz statt, eine weitere soll im Frühjahr folgen. Schließlich warb Clemens bei den Mitgliedern der Gremien dafür, Werbung für das neue Konzept zu machen. Zudem erklärte er, dass, selbst wenn das Industrie- und Gewerbegebiet voll ausgelastet sei, die Feinstaub- und CO2-Belastung durch den Autoverkehr immer noch deutlich geringer sei als zu Kraftwerkszeiten.