„Was tun, damit möglichst viele Leute was davon haben?“

„Was tun, damit möglichst viele Leute was davon haben?“

Unter dem Titel „Saaraltarm 4.0“ lässt die CDU in Saarlouis prüfen, ob sich ein bezahlbares Nutzungskonzept für den Stadtgarten entwickeln lässt. CDU-Fraktionschef Raphael Schäfer erklärt die Vorstellungen im Gespräch mit SZ-Redakteur Johannes Werres.

Herr Schäfer, wieso Saaraltarm 4.0?

Raphael Schäfer : Es ist einfach nur ein Zeichen, dass man mit der Zeit geht. Da ist Potenzial. Der Saaraltarm ist ein Kleinod, das wir haben. Wir sind der Meinung, dass man sich da noch zu wenig Gedanken darüber gemacht hat, was da passieren kann. Da braucht es ein Gesamtkonzept. Unsere Vorstellungen sind, das ist wichtig, sehr kostengünstig. Das lassen wir prüfen - und gerne auch ergänzen.

Was stellt der Stadtgarten für Sie dar?

Schäfer: Naherholung, Freizeit, unmittelbar in der Stadt. Ein Riesenvorteil dieser Stadt. Unsere Frage lautet: Was kann man so machen, dass möglichst viele Leute was davon haben?

Zum Beispiel Beleuchtung?

Schäfer: Ja. Ich glaube, wenn die ganze Strecke um den Altarm abends beleuchtet wäre, würden mehr Leute dort laufen gehen.

Wie lange?

Schäfer: Realistisch gesehen vielleicht bis 22 Uhr.

Sie schlagen auch Gastronomie vor. Was genau?

Schäfer: Viele Leute von auswärts stehen auf dieser wunderbaren Fläche des Ravelin V - und suchen eine Imbissmöglichkeit, eine Rast. Einfache Snacks, Getränke, nur im Sommer. Das kann ich mir auf der Fläche gut vorstellen.

Im Konzept stehen noch eine Finnenbahn, ein Trimm-Dich-Pfad und ein Hundeplatz.

Schäfer: Ja, ganz einfache Angebote für die Gesundheitsvorsorge. Ich wünsche mir da mehr Angebot, aber auch mehr Engagement der Leute, die das nutzen. Die Finnenbahn zum Beispiel simuliert Waldboden und ermöglicht gelenkschonendes Nordic Walking oder Jogging. Für viele empfindliche Leute ist der Asphalt zum Laufen zu hart. So eine Finnenbahn, 800 bis 1500 Meter lang, Lehmboden und Holzschnitzel, ist nicht teuer.

Diese Vorschläge prüft jetzt ein Büro?

Schäfer: Ja. Das wird geprüft auch auf die Kosten, und vielleicht noch ergänzt.

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