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Warnstreik
Warnstreik zur dritten Runde der Tarifverhandlungen

4000 Menschen beteiligten sich am IG-Metall-Warnstreik am Mittwochmorgen bei den Fordwerken in Saarlouis.
4000 Menschen beteiligten sich am IG-Metall-Warnstreik am Mittwochmorgen bei den Fordwerken in Saarlouis. FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. (rup) Einen Tag vor der dritten Verhandlungsrunde heute in Saarbrücken hat die IG Metall gestern noch einmal Druck auf die Arbeitgeber gemacht. Mehr als 6000 Menschen wollen heute in Saarbrücken für höhere Löhne und flexiblere Arbeitszeiten demonstrieren.

Bei den Fordwerken in Saarlouis legte gestern um 9 Uhr die gesamte Frühschicht die Arbeit nieder. Bei diesem dritten Warnstreik gingen zudem die Mitarbeiter von zwölf weiteren Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie aus dem nahen Industriepark sowie der gesamten Region auf die Straße. In einem Sternmarsch bewegten sich drei Gruppen zur Kundgebung auf der Henry-Ford-Straße vor den Toren der Fordwerke. Insgesamt demonstrierten rund 4000 Menschen trotz eisigem Wind und zeitweise heftigem Schneegestöber für sechs Prozent mehr Lohn und den Notwendigkeiten angepasste flexible Arbeitszeiten.



Robert Hiry, der erste Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Völklingen-Dillingen drohte mit einer deutlichen Verschärfung der Proteste, sollten die Arbeitgeber heute kein ordentliches Angebot auf den Tisch legen. Cedric Moltini, der zweite stellvertretende Betriebsratsvorsitzender bei den Saarlouiser Fordwerken, wies daraufhin, dass mit entsprechenden Lohnerhöhungen auch die Kaufkraft erhöht werde und somit auch die heimische Wirtschaft weiter wachsen könne. Für die Auszubildenden forderte er zudem einen bezahlten freien Tag vor ihrer Prüfung.

(rup)