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„Wäre Klaus Kessler als Minister mal ebenso besorgt gewesen“

„Wäre Klaus Kessler als Minister mal ebenso besorgt gewesen“

„Ich hätte mir als Landrat gewünscht, dass Klaus Kessler in seiner Zeit als Bildungsminister ebenso um den Ausbau der Krippenplätze besorgt gewesen wäre, wie er es heute vorgibt“, sagt Landrat Patrik Lauer. Er reagiert damit auf Kritik des Chefs der Grünen-Kreistagsfraktion (wir berichteten).

Dass der Kreis Saarlouis die 35-Prozent-Quote beim Krippenausbau nicht erreichen werde, hänge nämlich mit Handeln und Unterlassen des Bildungsministeriums in Zeiten des Ministers Kessler zusammen. "Das Ministerium hat seinerzeit die ausbauwilligen Kommunen mit einem Antragsstopp ausgebremst und dann nahezu ein Jahr mit der Erstellung immer neuer Kriterienkataloge zugebracht, bis der Krippenausbau endlich weitergeführt werden konnte", sagt Lauer. Dieses Jahr fehle dem Landkreis jetzt. Kessler Forderung einen Kita-Navigator einzurichten, hält Lauer für überflüssig. "Eine passgenaue Vermittlung freier Krippenplätze befinde sich nämlich bei uns bereits in der Umsetzung", sagt der Landrat. So habe der Kreis mit den Kommunen eine Vereinbarung über die Platzvergabe innerhalb des Landkreises erarbeitet, die zu einer monatsaktuellen Übersicht der freien Krippenplätze an den jeweiligen Standorten führe.