Volleyball-Regionalliga Der Trainerfuchs hat noch ein Ass im Ärmel

Saarlouis/Ensdorf · Volleyballerinnen der VSG Saarlouis schaffen Klassenverbleib in der Regionalliga. Taktische Umstellung bringt Wende.

Der Rettungsversuch von Hanaus Malika Waser (vorne) ist gescheitert, die VSG (hinten) feiert: Mit dem 3:2-Sieg  über den TSV Hanau haben sich die Volleyball-Damen der VSG Saarlouis den Klassenverbleib gesichert.

Der Rettungsversuch von Hanaus Malika Waser (vorne) ist gescheitert, die VSG (hinten) feiert: Mit dem 3:2-Sieg  über den TSV Hanau haben sich die Volleyball-Damen der VSG Saarlouis den Klassenverbleib gesichert.

Foto: Ruppenthal

Jubel und Erleichterung bei der VSG Saarlouis: Als Svenja Zapp am Samstag im letzten Heimspiel der Abstiegsrunde der Volleyball-Regionalliga im fünften Satz den entscheidenden Punkt erzielt, ist die Freude bei den Gastgeberinnen riesengroß. „Es war sehr anstrengend und wir waren im Vorfeld sehr aufgeregt – jetzt fällt eine große Anspannung von uns ab“, sagt VSG-Akteurin Jaqueline Hoen, nachdem ihr Team nach 2:11 Stunden Spielzeit mit einem dramatischen 3:2-Erfolg (25:23, 24:26, 15:25, 25:22 und 15:12) über den TSV Hanau den Klassenverbleib im vorletzten Saisonspiel unter Dach und Fach gebracht hat.

„Das haben sich die Mädels wirklich verdient“, lobt VSG-Trainer Gilbert Pohl nach der Achterbahnfahrt vor etwa 100 Zuschauern in der Ensdorfer Sporthalle. Schon vorher war klar, dass Saarlouis ein knapper Sieg und zwei Punkte zur vorzeitigen Rettung reichen würden – und trotz eines 1:2-Satzrückstands holte Pohls Mannschaft den nötigen Erfolg. Auch, weil der Trainer mit Beginn des vierten Satzes umstellte und Nadine Theisen anstelle von Spielführerin Nadine Krämer auf die Zustellposition beorderte. „Sie hatte sehr großen Anteil daran, dass wir das Spiel noch drehen konnten“, sagte Pohl.

Nach dem mit 15:25 klar verlorenen dritten Durchgang zeigte die VSG Saarlouis die richtige Reaktion und war im vierten Satz direkt wieder voll da. Nach einer 20:13-Führung kam Hanau zwar auf 18:20 heran und schaffte mit dem 22:22 sogar den Ausgleich. Im entscheidenden Moment bewiesen die Gastgeberinnen aber Nervenstärke – und zwar nicht nur im vierten Satz, den sie mit drei Punkten in Folge eintüteten, sondern auch im fünften. Dort lag die VSG Saarlouis beim Seitenwechsel mit 8:4 vorne, ehe Hanau in einem Rutsch der Ausgleich gelang. Beim 12:12 stand es daraufhin Spitz auf Knopf – doch Sophie Gohl und zwei Mal die zur besten Spielerin gewählte Zapp machten mit ihren Aktionen zum 15:12 den Deckel drauf.

VSG-Trainer Gilbert Pohl – seine taktische Umstellung brachte das Team  zurück in die Erfolgsspur.

VSG-Trainer Gilbert Pohl – seine taktische Umstellung brachte das Team  zurück in die Erfolgsspur.

Foto: Ruppenthal

Danach feierten die VSG-Spielerinnen tanzend und hüpfend ihren Erfolg. „Nach dem klar verlorenen dritten Satz waren sie ziemlich geknickt. Ich habe ihnen dann mitgegeben, dass das Ding noch lange nicht durch ist – und die Reaktion der Mannschaft war daraufhin richtig klasse“, lobte Trainer Pohl: „Es war eine schwierige Runde, aber Ende gut, alles gut.“

Nachdem die VSG im Januar mit 0:3-Niederlagen gegen die HTG Bad Homburg und in Hanau in die Abstiegsrunde gestartet war, drohte dem Drittliga-Absteiger der nächste Absturz. Danach aber bekam die Mannschaft eindrucksvoll die Kurve, bezwang erst Abstiegsrunden-Primus VC Wiesbaden III zu Hause mit 3:0 und schaffte auswärts in Bad Homburg glatt die Revanche. Nach dem dritten Sieg in Folge gegen Hanau hat Saarlouis nun Gewissheit. Im Anschluss ließen die VSG-Damen den Abend bei ausgelassener Stimmung gemeinsam mit der am Nachmittag ebenfalls erfolgreichen Oberliga-Mannschaft der Herren (siehe Text unten) ausklingen.

Ihr letztes Saisonspiel bestreiten die VSG-Volleyballerinnen am Sonntag, 19. März, um 16 Uhr beim Spitzenreiter VC Wiesbaden III. Dort würde ein knapper Erfolg reichen, um sogar noch den Staffel-Sieg zu schaffen.

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