Viele junge Leute am Übergang

Wie in den vergangenen Jahren ist auch in diesem Juli die Arbeitslosigkeit im Kreis Saarlouis saisonbedingt leicht gestiegen. Ausschlaggebend für den Anstieg waren vor allem Arbeitslosmeldungen nach Ende einer betrieblichen Ausbildung. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist leicht gestiegen, liegt aber unter dem Vorjahresniveau.

Im Kreis Saarlouis waren im Juli rund 6180 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 19 mehr als im Juni und 780 weniger als vor einem Jahr (-11,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 6,0 Prozent und damit um 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist für den Monat Juli typisch. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass in den Sommermonaten besonders viele junge Leute den Übergang von Schule, Ausbildung oder Studium in Beschäftigung bewältigen müssen. Nicht immer gelingt das nahtlos und Arbeitslosigkeit ist dann eine direkte Folge", erläutert Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland die Entwicklung. "Außerdem sind zum Quartalsende Zeitverträge ausgelaufen und Kündigungen ausgesprochen worden. Da die jetzt arbeitslos gewordenen Frauen und Männer in der Regel gut qualifiziert sind, haben sie beste Voraussetzungen, rasch wieder in Arbeit zu kommen", sagt Haßdenteufel. "Erfreulich ist, dass die Arbeitslosigkeit bei den Menschen, die in der Arbeitsagentur und damit erst relativ kurzzeitig arbeitslos gemeldet sind, um 15,2 Prozent gesunken ist".

Die Arbeitslosigkeit ist im Vormonat nur bei den Kunden der Arbeitsagentur gestiegen. Hier waren 1957 Personen arbeitslos gemeldet, 88 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zu Juli 2013 ist die Arbeitslosigkeit im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit um 15,2 Prozent gesunken.

Das Jobcenter Saarlouis zählte Ende Juli 4222 Arbeitslose , 69 weniger als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 9,1 Prozent.

Die Unterbeschäftigung - hier werden auch die Personen einbezogen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden - ist gegenüber dem Vorjahr um 800 auf rund 8300 gesunken.

415 Personen haben sich im Juli aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos gemeldet (-1,0 Prozent zum Vorjahr) und 456 sind in eine Arbeit eingemündet (+8,1 Prozent zum Vorjahr).

Im Juli waren 3225 Männer von Arbeitslosigkeit betroffen, 1,8 Prozent weniger als im Juni. Die Arbeitslosigkeit der Frauen stieg um 2,7 Prozent auf 2954.

Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren haben sich deutlich die Arbeitslosmeldungen nach dem Schul- oder Ausbildungsende ausgewirkt. Im Vergleich zum Juni lag die Zahl der Arbeitslosen in dieser Personengruppe mit 560 um 8,5 Prozent höher als im Juni, allerdings noch deutliche 44,9 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Frauen und Männer der Gruppe 50plus lag mit rund 1900 um 7,1 Prozent niedriger als im Juli 2013.

Die Firmen haben 450 neue Stellen an die Arbeitsagentur gemeldet, 11,4 Prozent mehr als im Juni, allerdings 14,4 weniger als ein Jahr zuvor. Insgesamt waren zum Ende des Monats noch 1145 Stellen zur Besetzung gemeldet.