Verbandsliga : Verjüngungskur und Bangen um „Oggo“

Verbandsliga : Verjüngungskur und Bangen um „Oggo“

Die SG Saarlouis-Beaumarais sieht sich gut für die neue Saison in der Verbandsliga aufgestellt. Vom Aufstieg will aber keiner reden.

Den Frust der Vorsaison, als der Relegationsplatz auf den letzten Drücker verpasst wurde, haben die Verbandsliga-Fußballer der SG Saarlouis-Beaumarais abgelegt. Die Konzentration gilt der neuen Saison, die für das Team von Spielertrainer Carsten Hubrig am Samstag um 18 Uhr bei den SF Rehlingen-Fremersdorf beginnt.

Nach Platz drei zuletzt sind die Erwartungen etwas gedämpft. Mit Patrick Jantzen ist der Mittelfeldmotor nicht mehr dabei. Dem 25-Jährigen wäre nach einer beruflichen Veränderung der fahrerische Aufwand zu groß gewesen, Jantzen ging zu Saarlandligist SV Bübingen. Zudem wechselte Angreifer Roland Bettinger zu Bezirksliga-Aufsteiger SV Lisdorf.

Auch ihm, der in 17 Partien bis zu seinem Mittelfußbruch zwölf Tore erzielt hatte, war der Aufwand zu groß. „Wir haben jetzt ein verjüngtes Team. Daher wäre es vielleicht zu vermessen, den Aufstieg als Ziel auszugeben“, sagt Hubrig deshalb. Dennoch hält er einen vorderen Platz für möglich: „Wir haben immer noch Qualität im Team und können sicher eine gute Rolle spielen, wenn wir von Ausfällen verschont bleiben.“ Genau das war im Endspurt der Vorsaison das Problem. Wegen personeller Engpässe ging die SG auf dem Zahnfleisch, verlor vier der letzten sechs Partien – und die Aufstiegschance. Auch jetzt droht ein Ausfall. Abwehrchef Michael „Oggo“ Ogrodniczek verletzte sich im Vorbereitungsturnier in Bous beim 1:3 gegen den SV Friedrichweiler am Knie. „Es wird eng für Rehlingen. Ich hoffe, dass es keine längere Geschichte ist. Der Sportplatz in Bous bringt uns kein Glück“, sagt Hubrig mit Blick auf das Ligaspiel im April, als sich Jantzen und Angreifer Salvatore Lirangi in Bous verletzten und sich davon nicht mehr richtig erholten.

Nachdem der SG ihr kleiner Kader zuletzt zum Verhängnis wurde, kann Hubrig dank fünf neuer Spieler zumindest festhalten: „Wir haben uns in der Breite ein wenig verstärkt.“ Für das Mittelfeld kamen Vincenzo Bologna (SSV Pachten), Benjamin Niegemann (SV Karlsbrunn) und Hicham Bourchouk aus Creutzwald. „Ein richtig guter und fertiger Fußballer“, sagt Hubrig über den Franzosen. Dazu wird der junge Linksfuß Marco Plegniere von der JFG Saarlouis-Dillingen zur Verfügung stehen. Er kann noch ein Jahr A-Jugend spielen und war zuletzt Teamkollege von Lukas Zapp, der Saarlouis-Beaumarais im Sturm bereichert.

Dort bildet auch der lange verletzte Philipp Dickinson eine wertvolle Option für den Verein. In Rehlingen erwartet Hubrig am Samstag bereits einen härteren Gang als vor einem Jahr. Da siegte die SG ebenfalls am ersten Spieltag mit einem deutlichen 3:0. Schon nach 35 Minuten stand das Ergebnis fest. „Ich schätze Rehlingen sehr stark ein. Mit Michael Burger haben sie einen der besten Saarlandligaspieler geholt“, warnt Hubrig besonders vor dem neuen Spielertrainer, der die SF mit Oliver Hirschauer betreut. Ohnehin steht Saarlouis-Beaumarais ein knüppelharter Start bevor: Mit Reimsbach, Rastpfuhl, Perl-Besch und Hemmersdorf warten hintereinander alle Favoriten.