Umweltpreis belohnt artgerechte Haltung alter Nutztierrassen

Umweltpreis belohnt artgerechte Haltung alter Nutztierrassen

Den Umweltpreis 2014 des Landkreises Saarlouis hat der frühere Kreistag in seiner letzten Sitzung einstimmig an drei Bewerber vergeben. Sieger des Kreisumweltpreises wurde Klaus-Peter Lotter aus Gisingen.

Er hält das Sundheimer Huhn. Es gilt als die älteste deutsche Zwiehuhnrasse, eine Art, die hohe Mästbarkeit und hohe Legeleistung vereint. Das war der Jury 1300 Euro wert.

Mit artgerechter Geflügel- und Schafhaltung kam Norbert Hessedenz aus Reisbach auf den mit 800 Euro dotierten zweiten Platz. Den dritten Platz mit 500 Euro erlangten Aloisia, Rolf und Thorsten Ruf aus Roden. Sie betreiben Kleintierhaltung wie zu Großelterns Zeiten.

Für den Umweltpreis waren insgesamt 2600 Euro ausgeschrieben, um die sich zwölf Tierhalter beworben hatten. "Die artgerechte Haltung in der Kleintierzucht", lautete das Thema. Dazu waren Kriterien zu erfüllen, wie art- und umweltgerechte Haltung, Erhaltung seltener alter Haustierrassen und Vermittlung von Wissen über Tiere. Wichtig waren auch ein guter Gesundheitszustand der Tiere sowie ausreichend Platz und Futter.

Eine Jury begutachtete im Mai bei zwei Terminen die Tierhaltung vor Ort. Dabei reichte die Palette von Hühnern über Kaninchen bis zu Ziergeflügel und Schafen. Abschließend einigte man sich über die Verteilung des Preisgeldes auf drei Plätze. Die offizielle Vergabe des Kreisumweltpreises 2014 ist am Dienstag, 15. Juli, 17 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes.

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