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Umfrage Saarlouis: Reisen oder im schönsten Bundesland der Welt bleiben

SZ-Straßenumfrage : Nach Saarlouis, um die Kanone zu sehen

SZ-Umfrage zur Mitte der Sommerferien: Verreisen oder im schönsten Bundesland der Welt bleiben?

Die Hälfte der Schulferien ist vorbei. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. Verreisen die Menschen? Wo waren sie, oder wo soll’s hingehen? Und wer zieht vor, im Saarland, dem bekanntlich schönsten Bundesland der Welt zu bleiben? Besuchen womöglich Leute aus anderen deutschen Regionen das Saarland?

Unter den Zielen außerhalb Deutschlands sind Spanien und Italien die Klassiker. „Wir sind gerade in Saarlouis, um die letzten Einkäufe zu erledigen. Am Samstag geht es dann nach Italien – Kalabrien. Ich bin gebürtig von dort“, erzählt etwa eine Völklingerin, während ihre Nichte und ihre Patentochter ihre Hände im Wasser am Brunnen des Großen Marktes kühlen.

Dass unser schönes Saarland selbst eine Reise wert ist, zeigt Familie Warncke aus Rotenburg-Wümme im Norden Deutschlands. Sie macht eine Woche Urlaub im Saarland und ist bereits zum zweiten Mal hier. Freunde aus Schulzeiten leben in Mettlach. Zudem „ist aber auch die Landschaft hier reizvoll“, sagt der 44-jährige Familienvater Thomas. Seine Frau Meike, 44, erzählt: „Vergangenes Jahr waren wir auf Menorca und demnächst geht es noch nach Dänemark.“ Dazu meint der siebenjährige Sohn Lennard: „Und das schon zum dritten Mal!“

Auch viele Saarländer selbst wissen, dass es in der Stadt des Sonnenkönigs viel zu bestaunen gibt. So erzählt eine Passantin aus Altenkessel, dass sie extra mit ihrem Enkelsohn herkommt, der eigentlich in Marburg lebt und nur acht Tage zu Besuch ist, „um die Kanone zu sehen“. Während die Eltern mit ihren Kindern oftmals in Richtung Süden verreisen, um möglichst viel Sonne abzubekommen, stehen die Großeltern parat, wenn es in der restlichen Ferienzeit heißt, Ausflüge in der Region zu unternehmen.

Ein weiteres Reiseziel innerhalb Deutschlands ist der Schwarzwald. Eine Familie berichtet, dass sie fast „jedes Jahr im Sommer dorthin fährt. Mit einer kleinen Tochter ist das optimal. Die Kleine hat schon Freunde da.“

Dass die Kinder bei der Urlaubsplanung eine maßgebliche Rolle spielen, zeigen die Eindrücke der 43-jährigen Marzena Langenfeld aus Saarfels. Sie ist mit ihren beiden Kindern Maria, 7, und Johannes, 4, sowie ihrer 69-jährigen Mutter Luzia Wroclawski in der Saarlouiser Innenstadt unterwegs und erzählt: „Wir waren schon acht Tage in Holland, in Burgh Haamstede. Die Gegend gefällt uns gut. Und das ist auch gut machbar mit den Kindern – es ist einfach nicht so weit weg. Ohne den Papa, dafür mit der Oma, geht es jetzt noch eine Woche nach Berlin.“ Darauf freut sich Maria schon sehr. Auf die Frage, was sie in der Bundeshauptstadt vorhaben, ruft sie: „Wir besuchen da Mamas Schwester.“

Das Saarland hat eine Menge zu bieten, womit auch sechs Wochen Schulferien überbrückt werden können, weiß die 33-jährige Veronika aus Saarlouis: „Wir bleiben in diesen Ferien im Saarland. Hier gibt es so viele Möglichkeiten: Wir waren schon auf dem Baumwipfelpfad in Orscholz und wollen jetzt noch zum Zeitungsmuseum nach Wadgassen, zum Kupferbergwerk nach Düppenweiler, ins Eisenbahnmuseum in Losheim und zum Barfußpfad in Waldhölzbach.“ An heißen Tagen werden zudem „die Freibäder aus der Umgebung abgeklappert“.

Auch Laura Trenz, 29 Jahre, ist mit ihrer 7-jährigen Tochter Luna und der 5-jährigen Mia bei schönem Wetter gerne im Wadgasser Freibad zu Gast. Noch lieber ist sie aber woanders, wie sie lächelnd erzählt: „Der Bostalsee ist im Sommer unser zweites Zuhause.“

Für Laura (29), Luna (7) und Mia (5) Trenz ist der Bostalsee im Sommer das zweite Zuhause. Foto: Joshua Schwinn
Thomas (44), Meike (44) und Lennard (7) Warncke aus Rotenburg/Wümme in Niedersachsen sind zum zweiten Mal im Saarland. Foto: Joshua Schwinn
Jount Spierts (39) und Sohn Micky (10) aus den Niederlanden sind zum ersten Mal im Saarland – und genießen die Ruhe. Foto: Joshua Schwinn
Veronika (33), Hendrik (5) und Hennelore (3) aus Saarlouis haben in den Ferien viel vor – im Saarland. Foto: Joshua Schwinn

Die Attraktivität des Saarlandes hat sich schon bis in die Niederlande herumgesprochen. Jount Spierts ist 39 Jahre alt und lebt in der Nähe von Aachen, nur wenige Kilometer hinter der deutsch-holländischen Grenze. Zurzeit ist er mit seiner Familie für eine Woche in Neunkirchen zum Verschnaufen: „Wir waren noch nie im Saarland. Zweimal pro Jahr sind wir für drei Nächte bei einem Weinbauern an der Mosel zu Gast.“ Auf die Frage, was ihn mit seiner Familie in unser kleines Bundesland gezogen habe, antwortet Spierts lachend: „Die Ruhe . . .“