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Umfrage in Saarlouis zu Neujahrsvorsätzen

Umfrage : Immer noch weniger Süßes, mehr Sport

SZ-Umfrage im Landkreis Saarlouis: Halten sich die Menschen noch an ihre guten Neujahrsvorsätze?

Das neue Jahr ist schon eine Weile angelaufen – wie steht es inzwischen mit den guten Vorsätzen? Wann man die fasst, sei für die eigenen Ziele nicht wichtig, meinen die meisten Befragten bei unserer Umfrage.

„Braucht man denn wirklich Neujahrsvorsätze?“, fragt Hannah Senzig. Wenn sie sich etwas vornehme, dann mache sie das direkt, unabhängig davon, ob es zu Jahresbeginn oder mitten im Jahr sei. Trotzdem hat die junge Frau aus Saarlouis sich für „das Klassische“ entschieden: Sie will noch etwas mehr Sport treiben. „Ja, klar“, betont sie, dass die Vorsätze immer noch anhalten. Nur bei ihrem zweiten Vorsatz habe es „noch nicht ganz geklappt“: Mehr kochen wolle sie auch noch, aber ihr Freund sei halt gelernter Koch, da sei sie schon „etwas bequem“, räumt Senzig ein.

„Ich habe überhaupt keine Vorsätze, das ist doch Quatsch“, sagt dagegen Martina Junk aus Völklingen. Ansonsten mache sie das „unabhängig vom Datum“. Gelassenheit spricht aus ihrer Devise: „Schauen, was kommt, machen, was geht.“

Filippo Labella aus Eimersdorf hat ebenfalls zu Neujahr keine Vorsätze gefasst: „Ich halte mich doch nicht dran.“ Früher habe er schon mal versucht, mit dem Rauchen, „mein einziges Laster“, aufzuhören, aber länger als sechs Monate habe er nie durchgehalten.

Der Saarlouiser Stephan Thielen hat dagegen eisern auf Süßigkeiten verzichtet. Im Dezember war „extrem viel Süß, da habe ich am 1. Januar einen Schreck auf der Waage bekommen“, erzählt Thielen. Die Hälfte der Gewichtszunahme sei nun schon wieder weg. Bis Mitte, Ende Februar wolle er noch durchhalten, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

 „Die gleichen Vorsätze wie schon letztes Jahr“ hat dagegen Rainer Stübling aus Mainz, der fast jedes Wochenende nach Saarlouis kommt, um einen guten Freund zu besuchen und an grenz-überschreitenden „Projekten in den Bereichen Kultur und Theologie“ zu arbeiten. Daran wolle er „strukturiert weiter arbeiten“, hat er sich für das Jahr 2020 vorgenommen. Und weiterhin regelmäßig Sport zu treiben. „Auf jeden Fall, die Vorsätze halten noch“, betont Stübling, „aber Mitte des Jahres sieht es vielleicht schon anders aus.“

„Fitter und gesünder ins Jahr starten“, hatte sich Nele van Kuilenburg vorgenommen. Die junge Frau hat schon im November mit dem Training in einem Fitness-Studio begonnen. Im Frühjahr stehen jedoch die Abitur-Prüfungen bei ihr an, da bleibt vielleicht nicht mehr ganz so viel Zeit, obwohl Sport „ein guter Ausgleich zur Schule“ sei. Noch halten die guten Vorsätze bei van Kuilenburg an, aber manchmal sei der innere Schweinehund doch stärker, räumt sie ein.

 Hannah Senzig aus Saarlouis
Hannah Senzig aus Saarlouis Foto: ajk
 Reiner Gärtner aus Rehlingen
Reiner Gärtner aus Rehlingen Foto: ajk
 Nele van Kuilenburg aus Rehlingen
Nele van Kuilenburg aus Rehlingen Foto: ajk
 Rainer Stübling aus Mainz
Rainer Stübling aus Mainz Foto: ajk
 Filippo Labella aus Eimersdorf
Filippo Labella aus Eimersdorf Foto: ajk

„Im Januar brummt hier die Hütte“, berichtet Fitness-Trainer Reiner Gärtner. Viele Neustarter kommen erstmals zum Training, aber auch „Gesichter, die ich schon lange nicht mehr bei uns gesehen habe“, ließen sich wieder sehen. Nach dem Hochbetrieb im Januar lasse der Zulauf aber schon Mitte, Ende Februar wieder etwas nach. Dabei spielten aber auch die Fastnachtstage („dann ist es hier ruhig“) und das bessere Wetter eine Rolle.