Umbau zum Viersterne-Hotel läuft

Saarlouis · Das frühere Oberverwaltungsgericht in Saarlouis wird ein Viersterne-Hotel. Im August 2012 sagte der Stadtplanungs-Ausschuss dazu Ja. Ein Jahr später liegen der Umbau und ein Anbau zeitlich voll im Plan.

Vielen Mitgliedern des Stadtrates Saarlouis erschienen die Pläne eines Investors für ein schmuckes altes, aber funktionsloses Gebäude in Saarlouis fast zu schön, um wahr zu sein. Deswegen stimmten sie vor einem Jahr im Ausschuss für Stadtplanung einhellig für diese Pläne, bei wichtigen Vorhaben in Saarlouis ist das eher sehr selten.

Jetzt, ein Jahr später, zeigen Gerüste und Kräne an, dass der Umbau im vollen Gange ist. "Die Arbeiten liegen im Plan, im Großen und Ganzen genau so wie vorgesehen", sagte gestern Architekt Achim Gergen. Er und Architektin Christina Beaumont bilden das Büro CBAG, sie hatten dem Ratsausschuss im August 2012 die Umbaupläne vorgelegt.

In dem gut proportionierten Bau von etwa 1910 befand sich einst zuerst ein Offizierskasino und dann das Oberverwaltungsgericht. In das preußische Gebäude, mehrfach umgebaut und nicht unter Denkmalschutz, soll ein Viersterne-Hotel einziehen. Zum Hauptbau gegenüber dem Berufsbildungszentrum TGSBBZ, am inneren Ring um Saarlouis, soll ein kleines Konferenzzentrum kommen. 24 Zimmer sind in einem neuen Anbau, fünf Suiten im historischen Teil vorgesehen. Eine Besonderheit soll, wie die Architekten erklärten, eine sich täglich verändernde Fassade werden. Sie bewege zum Beispiel sich in dem Maße, in dem Fenster geöffnet werden. Die Muster dafür seien bereits da, sagte Gergen. Für den Neubau neben dem Altbau sei die Pfahlgründung im Boden beendet. Der Umbau eines alten Gebäudes brauche seine Zeit, unterstrich Gergen. Wann das Hotel eröffne, stehe daher noch nicht fest. Vor Herbst nächsten Jahres werde das aber auf keinen Fall sein.

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