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TuS bleibt seiner Linie treu – leider

TuS bleibt seiner Linie treu – leider

Zu Hause hui, auswärts pfui: Der TuS Elm-Sprengen geht in Brotdorf mit 27:37 baden.

Alleh hopp, alles steht Kopp - und die Handball-Saarlandliga macht Pause. Die Bälle bleiben in der Kiste, am kommenden Wochenende sind die Narren los und die Herren der Hallen. Für einen vorgezogenen Fastnachtsscherz sorgte am vergangenen Sonntag der TuS Elm-Sprengen beim TuS Brotdorf. Wider den tierischen Ernst der Lage bot der Tabellenelfte im Abstiegsduell gegen den Zwölften eine groteske Vorstellung: Die Leistung in der Seffersbachhalle war ein Witz, aber den zahlreich mitgereisten Rabbits-Fans war nach der 27:37-Klatsche nicht zum Lachen zumute.

"Die Brotdorfer haben alles gegeben. Da hat jeder für jeden gekämpft. Bei uns war das leider nicht so", seufzte Sprengens Torhüter Michael Göbel, der einem leidtun konnte. Sechs Minuten waren vorbei, da musste der von der Abwehr oft im Stich gelassene Gäste-Torwart bereits zum fünften Mal hinter sich greifen. Die 5:1-Führung baute Brotdorf über 11:6 in der 20. Minute auf 18:13 in der 30. aus. Beim TuS Brotdorf trafen alle Spieler, beim TuS Elm-Sprengen war es quasi nur ein Mann: Adrian Cristescu war nicht zu bremsen, doch der Rumäne kämpfte im Rückraum auf verlorenem Posten. Gegen die Ein-Mann-Show des 15-fachen Torschützen setzte Brotdorf den Teamgeist. Nach dem Kempa-Tor von Wombats-Torjäger Christian Leinen zur 29:20-Führung war die Gegenwehr der unmotiviert wirkenden Rabbits gebrochen.

Zu Hause gegen die Top-Teams brillieren, auswärts hoch verlieren - Sprengen bleibt seiner Linie treu und bei nur noch einem Zähler Vorsprung zur kritischen Zone in akuter Abstiegsgefahr. Am Samstag, 4. März, kommt nun der obere Tabellennachbar HF Illtal II.

Wenig berauschend waren auch die Auftritte der HG Saarlouis II und des HC Dillingen-Diefflen. Während der ersatzgeschwächte Tabellensiebte Saarlouis beim Neunten SV 64 Zweibrücken II mit 21:31 baden ging, siegte der Dritte Diefflen nur knapp gegen Schlusslicht HSG Ottweiler/Steinbach mit 31:28 und bekleckerte sich vor eigenen Fans nicht mit Ruhm.