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Schulen
Trend zum Gymnasium ist ungebrochen

Kreis Saarlouis. Eine knappe Mehrzahl der Viertklässler im Landkreis Saarlouis wechselt im Sommer ans Gymnasium.

Im Schuljahr 2018/19 wechseln 728 Grundschüler (48,6 Prozent) an die Gemeinschaftsschulen im Kreis und 770 (51,4 Prozent) an die Gymnasien. Kurios:  Im Vorjahr waren es genau 770 neue Gemeinschaftsschüler und 728 neue Gymnasiasten. „Der Trend zum Gymnasium ist jedenfalls ungebrochen“, bemerkt Schulamtsleiterin Margit Jungmann.


Wie in jedem Jahr gibt es zwischen den einzelnen Schulstandorten zum Teil erhebliche Verschiebungen. Die Dillinger Schule am Römerkastell, die Wallerfanger Schule am Limberg und die Johannes-Gutenberg-Schule Schwalbach bleiben etwa stabil bei den Anmeldezahlen. Die Theeltal-Schule Lebach hat 14 Anmeldungen mehr, die Schule am Litermont Nalbach 10. Die Lothar-Kahn-Schule Rehlingen verzeichnet dagegen 19 Fünftklässler weniger, die Ketteler-Schule Schmelz 13, die Schule am Warndtwald Überherrn 10 und die Schule an der Waldwies Saarwellingen ebenfalls 10.

An der Schwalbacher und an der Saarwellinger GemS ist noch offen, wie viele Klassen gebildet werden: In Schwalbach liegt die Zahl der Anmeldungen mit 90 genau 3 über dem Klassenteiler für drei Klassen. Ob es vier Klassen werden können, wird erst nach den Osterferien festgelegt. Ebenso entscheiden in Saarwellingen eventuelle Nachzügler, ob aus den derzeit 28 Kindern eine zweite Klasse gebildet wird oder der Standort sogar einzügig bleibt.

Die sechs Gymnasien im Kreis starten alle mindestens vierzügig ins neue Schuljahr. Mit 107 Anmeldungen in fünf Klassen verzeichnet das Saarlouiser Gymnasium am Stadtgarten etwa gleich viel Neulinge wie im Vorjahr, und die wenigsten ingesamt. Mit vier Fünfer-Klassen starten auch das Albert-Schweizer-Gymnasium Dillingen mit 114 Schülern (19 weniger) und das Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach mit 116 Schülern (8 mehr). 15 Kinder mehr besuchen die fünfzügige Sexta des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis (121 im Vorjahr), davon 56 den Musikzweig. Deutlich gewonnen haben das Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach mit 131 Neuanmeldungen in fünf Klassen (20 mehr) und das Max-Planck-Gymnasium Saarlouis, das mit 166 Neulingen in sechs Klassen (19 mehr) einmal mehr die meisten Anmeldungen im Kreis hat.

Die Sprachenfolge sei bei der Schulwahl noch immer ein Kriterium, stellt Jungmann fest: Mit Französisch als erster Fremdsprache beginnen an den GemS im neuen Schuljahr 222 Fünftklässler, mit Englisch 405, also fast doppelt so viele. Am „Schulversuch Englisch plus Französisch“ nehmen 101 Schüler teil. An den Gymnasien beginnen etwa gleich viele Sextaner mit Französisch (324) wie mit Englisch (327). Nur 67 wählten Latein (plus Englisch) als Eingangssprache. 29 Kinder werden in Englisch bilingual, 23 Französisch bilingual unterrichtet.



Nicht alle Kinder aus dem Kreis besuchen auch hiesige Schulen. 147 Auspendler verzeichnet das Schulamt im kommenden Schuljahr, meist in benachbarte Kommunen. Davon gehen 69 an GemS und 77 an Gymnasien, einer ans Schengen-Lyzeum Perl. Deutlich ist die Wanderung etwa bei der GemS Eppelborn, die allein 24 Kinder aus Lebach-Steinbach neu besuchen. Aus Differten wandern 14 Kinder an die GemS Sonnenhügel in Völklingen ab, 12 weitere besuchen künftig das Warndtgymnasium Völklingen. 21 Kinder aus Schmelz wechseln an das Hochwaldgymnasium Wadern.

Umgekehrt pendeln auch Kinder aus anderen Kreisen ein, etwas mehr sogar als aus, nämlich 171: Zum Beispiel 15 aus Wehrden an die GemS Wadgassen-Bous, 15 aus Heusweiler an das Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach und weitere 12 aus Eppelborn, 14 weitere Eppelborner gehen künftig an das Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach. 11 Kinder aus Düppenweiler besuchen außerdem neu das Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen. 53 Einpendler verzeichnen die GemS im Kreis ingesamt, 118 die Gymnasien.