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Traum-Tänzer im Saarlouiser Stadtgarten

50 Jahre Emmes : Traum-Tänzer im Saarlouiser Stadtgarten

Ein echt Saarlouiser Beitrag zu 50 Jahre Emmes: Meister-Tänzer zeigen Jazz- und Moderndance im Ravelin V. und auf der Insel.

Bizarr, was fürs Auge, 100 Prozent Saarlouis und erste Qualität: Zu 50 Jahre Saarlouiser Woche, zu 50 Jahre Emmes, lädt die Stadt zu einer Folge von Choreografien quer durch den Stadtgarten und die Insel im Saae-Altarm ein. Tanzen werden an mehreren Stationen rund 100 junge Leute von TanzS.A.L. in Fantasiekostümen von Jochen Maas. Vier Mal am Sonntag, 4. Juni, läuft das Spektakel.

Besucher starten an der Treppe zum Ravelin V, wo eine große Kugel den Weg weisen wird. Es beginnt um 15, um 15.30, um 16 und um 16.30 Uhr. Etwa eineinviertel Stunden braucht man für den Rundgang. Er endet mit einer Zaubervorstellung von Maxim Maurice auf der Insel.

Diese Tanz-Inszenierung ist ganz auf den Saarlouiser Stadtgarten zugeschnitten. Die Tänzerinnen und Tänzer sind von hier. Und TanzS.A.L in Saarlouis ist erste Qualität.

TanzS.A.L. ist die Abkürzung für "Tanzstudio Andreas Lauck". Bis zu 600 Schülerinnen und Schüler werden dort nach Laucks Angaben unterrichtet in Jazzdance, Ballett, Modern, Hiphop.

Lauck, 49, hat seine private Tanzschule hinter der Ludwigskirche auf semiprofessionelles Niveau ausgerichtet. Er bietet die Vorbereitung darauf an, "von jeder guten staatlichen Schule" in die Ausbildung zum professionellen Tänzer aufgenommen zu werden. "Das geschieht auch regelmäßig."

Ebenso, wie regelmäßig Gastdozenten vor allem aus Südeuropa kommen. Oder wie demnächst ein bundesweiter Trainerkongress des Deutschen Tanzverbandes beim TanzS.A.L. in Saarlouis stattfinden wird.

Lauck war 20 Jahre Tänzer, bevor er 2004 Jahren sein Studio eröffnete. Ausgebildet wurde er unter anderem an der Tanzakademie in Rotterdam.

Angefangen hatte er bei den Jazz- und Moderndancern Autres Choses aus Saarlouis. Heute lernen und trainieren die meisten Mitglieder von Autres Choses im TanzS.A.L. "Viele schon, seit sie vier waren."

Lauck Chef-Choreograf von Autres Choses. Autres Choses, sagt Lauck, "tanzen seit 30 Jahren Wettbewerbe, sie sind die erfolgreichste Formation in diesem Bereich in Deutschland überhaupt." 12 Mal deutsche Meister, mit einigen Formationen auch mal Welt- und Vizeweltmeister. Lauck: "Erfolge von Autres Choses sind auch Erfolge von TanzS.A.L."

Trägerverein von Autres Choses ist der TSC Blau Gold. Der war mal breit aufgestellt, vor allem im Gesellschaftstanz. "Aber", sagt Lauck, "heute übrig geblieben ist nur Jazz- und Moderndance". Für die Truppe gibt es auch einen aktiven Förderverein.

Eine Gruppe von Autres Choses wird auch im Stadtgarten zu sehen sein. Weitere Gruppen zeigen unterschiedliche Stile auf verschiedenen Niveaus modernen Tanzens.

"Rêve Ravelin" heißt die Choreografie von TanzS.A.L. zum 50. Geburtstag der Emmes im Stadtgarten. Soviel wie "Ravelin-Traum". Dies auch mit Blick auf die bizarren Kostüme, die Jochen Maas herstellt: in den Produktionsräumen einer früheren Confiserie in Limbach/Kirkel.

Wie kann man die Qualität einer Choreografie erkennen? Lauck: "Man kann achten auf das Zusammenspiel von Bewegungen, Kostümen, Musik und Umgebung."

Ein Troll? Er hüpft jedenfalls aus dem historischen Inselgebäude herum.

Die kleinen Inszenierungen von Saarlouisern mit Saarlouisern für den Saarlouiser Stadtgarten - das mache den besonderen Reiz aus. Anderswo gebe es auch Außeninszenierungen, sagt Lauck. Aber ohne regionalen Bezug, "von außen eingekauft".