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Nachruf
Tod von Weidig löst Bestürzung aus

Ferdinand Weidig ist im Alter von 55 Jahren gestorben
Ferdinand Weidig ist im Alter von 55 Jahren gestorben FOTO: Andreas Engel
Merzig. Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall stirbt nur wenige Wochen nach seiner Wahl. Von Andreas Engel

Im Alter von 55 Jahren ist der zweite Bevollmächtigte der IG-Metall-Geschäftsstelle Völklingen, Ferdinand Weidig, am Montag gestorben. „Der Tod hat ihn, unfassbar für uns alle, mitten aus dem Leben gerissen“, teilte Robert Hiry, der erste Bevollmächtigte, bestürzt mit. Weidig war gelernter Landmaschinen-Mechaniker und arbeitete zunächst bei Drahtcord in Merzig. Er war Betriebsratsvorsitzender und Vertrauensmann. 2001 kam er als Gewerkschafts-Sekretär in die Geschäftsstelle Völklingen.


Er habe sich unermüdlich für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der arbeitenden Menschen eingesetzt, sagt Hiry. Für seine Fachkompetenz und sein Verhandlungsgeschick in sozial- und tarifpolitischen Fragen und Konflikten sei Weidig weit über die Grenzen der Geschäftsstelle anerkannt und geschätzt gewesen.

Erst vor wenigen Wochen, am 14. März, wurde Weidig mit dem eindrucksvollen Ergebnis von 99 Prozent der Delegiertenstimmen zum zweiten Bevollmächtigten der Geschäftsstelle Völklingen gewählt. „Er war hoch motiviert und hat sich auf diese neue Aufgabe sehr gefreut“, berichtete Hiry. Sein Tod hinterlasse große Lücken. Als neu gewählter zweiter Bevollmächtigter schlug Ferdinand Weidig gleich Pflöcke ein. Die Gewerkschafter würden so lange kämpfen, bis es gerechte gesellschaftliche Bedingungen für alle Menschen gäbe, rief er den Kollegen zu.



Ferdinand Weidig hinterlässt seine Frau und drei Kinder. Die Beisetzung findet am Samstag in Mondorf statt.