Tierheim Dillingen : Kaiser: „Ich hätte keine Probleme mit Öffentlichkeit“

Tierschutzverein Untere Saar hält am 29. März Mitgliederversammlung – diesmal im Gegensatz zu 2018 mit offenen Türen?

Im März 2018 schlugen die Wellen hoch, und noch im Monat darauf beschäftigte der Fall Kreisverwaltung und -politik. „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ (so lautete auch die Titelzeile in unsere Zeitung) hatte der Tierschutzverein Untere Saar (TSV-US) seine Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstands abgehalten.

Was kaum problematisch erscheint, wenn irgendein Verein so verfahren sollte, lag hier anders. Erstens gab es eine selbst erklärte Opposition zum Vorstand, die sich um die Möglichkeit gebracht sah, wahrgenommen zu werden. Zweitens und sicherlich noch bedeutender ist der TSV-US aber nicht irgendein Verein, sondern Träger des Hedwig-Trampert-Tierheims in Dillingen. Und dieses erhält öffentliche Gelder, nämlich einen Satz pro Kopf der Einwohner der Landkreise Saarlouis und Merzig-Wadern, was sich auf rund eine Viertelmillion Euro jährlich summiert.

Sollte sich (Problem-)Geschichte wiederholen? Jedenfalls erreichte eine kritische Anfrage die SZ. Ein Neumitglied bekam seinen Beitrag nicht eingezogen. Absicht, um ihm den Zutritt zur kommenden Mitgliederversammlung 2019 am Freitag, 29. März, 19 Uhr, im Gemeindehaus Diefflen verwehren zu können?, fragte er sich.

„Überhaupt nicht“, sagt der Vereinsvorsitzende Peter Kaiser. Es werde nur noch zwei, dreimal pro Jahr eingezogen, das sei organisatorisch einfacher. Er meint zu wissen, wer sich beschwert hat. Aber da die zwei Leute ihren Beitrag überwiesen hätten, seien sie selbstverständlich ordentliche Mitglieder und zur Versammlung zugelassen.

Wie verhält es sich darüber hinaus mit der Öffentlichkeit? Kaiser zitiert die Vereinssatzung, nach der der Aushang im Tierheim als Einladung an die Mitglieder ausreicht. Trotzdem seien zusätzlich in zwei Zeitschriften Anzeigen geschaltet worden.

Ob Presse und weitere Personen zugelassen werden, müsse die Versammlung entscheiden. Der Vorsitzende spricht aber doch sicherlich ein gewichtiges Wort mit bei so einer Entscheidung? Das will Kaiser nicht bestätigen oder dementieren, nennt unserer Zeitung aber seine Position: „Ich hätte keine Probleme mit Öffentlichkeit.“