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Tierische Begegnungen in der Sparkasse

Tierische Begegnungen in der Sparkasse

Saarlouis. Mit dem Siegerpreis des Fotowettbewerbs "The Al-Thani Award for Photography Grand Prix 2011" in Doha/Qatar (wir berichteten) stellte Michael Schönberger, 32, aus Saarlouis die ersten Weichen, öffentlich auf sich aufmerksam zu machen

Saarlouis. Mit dem Siegerpreis des Fotowettbewerbs "The Al-Thani Award for Photography Grand Prix 2011" in Doha/Qatar (wir berichteten) stellte Michael Schönberger, 32, aus Saarlouis die ersten Weichen, öffentlich auf sich aufmerksam zu machen. Für den gelernten Bankkaufmann, ausgebildet bei der Kreissparkasse in Saarlouis, war dieser Erfolg auch die Herausforderung, jetzt seine eigene Fotoausstellung anzugehen und dies in den Schalterhallen seines Arbeitgebers.Fast 20 Jahre half Michael Schönberger dem Wolfsforscher Werner Freund, Jungwölfe aufzuziehen und hatte somit auch einen Zugang zu den Wölfen, der vielen anderen Fotografen versperrt blieb. Seine Ausstellung konzentriert sich allerdings nicht nur auf die Merziger Wölfe, sondern zeigt rundum Themen, die Michael Schönberger interessieren.

Er zeigt mit seinen Bildern die Vielfalt der Fotografie: angefangen vom klassischen Schwarz-Weiß-Porträt eines Tigers über zähnefletschende Wölfe bis hin zur experimentellen Fotografie mit fliegenden Personen, die von einem Quad gezogen werden.

 Michael Schönberger vor seiner aktuellen Ausstellung in der Kreissparkasse Saarlouis. Foto: Hartmann Jenal
Michael Schönberger vor seiner aktuellen Ausstellung in der Kreissparkasse Saarlouis. Foto: Hartmann Jenal

"Man darf mogeln", sagte Michael Schönberger vor seinem Publikum in der Schalterhalle der Kreissparkasse in Saarlouis zur Eröffnung. Der Betrachter wird gerade dazu angehalten, zu erforschen, wie das jeweilige Motiv entstanden ist: Ist es jetzt echt oder eine Montage? Durch die heutigen Fotoprogramme hilft der digitale Fotoapparat bei Schönberger teilweise nur noch den passenden Hintergrund festzuhalten, Details zu sehen, um diese dann als Bild zusammenzufügen. Deshalb wird der Betrachter Bilder von realitätsnahen Aufnahmen sehen, wie es die Bilder der Wölfe mit Werner Freund zeigen, und wird dann wieder in eine surreale Welt seiner eigenen Fotografie geführt.