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SV Fraulautern gewinnt Saarlouiser Stadtmeisterschaft im Hallenfußball

Fußball : Der älteste Spieler sorgt für die Entscheidung

SV Fraulautern löst Saarlouis-Beaumarais als Stadtmeister im Hallenfußball ab. Roden verliert zum zweiten Mal in Folge im Finale.

Lange begegnen sich die Finalisten auf Augenhöhe. Dann ist es ausgerechnet der älteste Spieler auf dem Spielfeld der Stadtgartenhalle, der den SV Fraulautern am Sonntag im Endspiel der Saarlouiser Stadtmeisterschaft im Hallenfußball auf die Siegerstraße führt: Thomas Becker packt binnen weniger Augenblicke zwei Mal die linke Klebe aus – und lässt Stefano Vangelista im Tor des SC Roden jeweils keine Abwehrchance. Kurz nach dem Führungstor nagelt der 39-Jährige den Ball dreieinhalb Minuten vor dem Ende zum vorentscheidenden 2:0 unter die Latte – das Ganze in Überzahl, nachdem Sebastian Ogan für seinen Rempler gegen Fraulauterns Top-Torschützen Maximilian Mehle die Rote Karte gesehen hatte.

Nach dem zweiten Gegentor macht Roden auf. Fraulautern bekommt viel Platz und legt durch Marius Engel und Flavio Volpe noch zwei weitere Treffer nach. Mit dem 4:0 krönt sich der Landesliga-Aufsteiger zum Nachfolger von Ligarivale SG Saarlouis-Beaumarais, der zuvor zwei Mal in Folge triumphiert hatte. „Stadtmeister hört sich super an. Wir haben alles dafür gegeben und das Finale verdient gewonnen“, freut sich Engel, nachdem der SVF den silbernen Siegerpokal erstmals seit 2016 entgegen genommen hatte.

Beim Gegner ist die Stimmung weniger gut: „Wir sind nicht hergekommen, um Kaffee zu trinken – wir wollten gewinnen. Daher sind wir schon enttäuscht“, räumt SCR-Torwart Vangelista ein. Es war für Roden die zweite Final-Niederlage in Folge, im Vorjahr hatte der Kreisliga-Primus gegen Saarlouis-Beaumarais nach 3:1-Führung noch 3:6 verloren. Immerhin: Für diese Niederlage revanchierten sich Roden diesmal gleich doppelt. Nach dem 5:3-Erfolg in der Vorrunde gewann der SCR auch das Halbfinale mit 6:4 nach Verlängerung.

 Fraulautern hatte im Halbfinale den FV Stella Sud ebenfalls erst nach Verlängerung aus dem Weg geräumt – mit 3:2. Auch dort avancierte Becker zum Matchwinner, als er eine Minute vor Ende nach einer Ecke zur Stelle war. Für den ausrichtenden Bezirksligisten war der abschließende 5:1-Sieg im kleinen Finale gegen Saarlouis-Beaumarais ein schwacher Trost: „Mit Platz drei ist bei uns keiner zufrieden, wir wollten zumindest ins Finale. Wir waren im Halbfinale nicht schlechter, haben aber leider beim 2:3 geschlafen und danach nicht mehr reagieren können“, monierte Stella Suds Davide Allegrotti.Der gute Besuch von 500 Zuschauern kam dagegen bei allen sechs Vereinen und auch beim veranstaltenden Stadtverband für Sport bestens an.