| 21:47 Uhr

Deutschland-Tour im Landkreis Saarlouis
Die Deutschland-Tour kann kommen

Wegen der Durchfahrt der Deutschland-Tour gilt ein Park- und Halteverbot in Diefflen. Zuschauer können sich hier positionieren.
Wegen der Durchfahrt der Deutschland-Tour gilt ein Park- und Halteverbot in Diefflen. Zuschauer können sich hier positionieren. FOTO: Axel Künkeler
Kreis Saarlouis. Die vier Kommunen im Kreis Saarlouis sind gerüstet für die Durchfahrt – Tausende Radsportfans freuen sich auf das Großevent.

Während seit Donnerstag in Saarlouis bereits die Beach Tennis Open laufen, rüsten sich vier weitere Kommunen im Kreis für ein sportliches Großevent. Die Deutschland-Tour der Radprofis rollt auf ihrer dritten Etappe am Samstag durch Nalbach, Dillingen und Wallerfangen sowie mehrere Ortsteile der Gemeinde Rehlingen-Siersburg. Danach geht es weiter in den Kreis Merzig-Wadern, der mit einigen Bergwertungen rund um die Saarschleife und einer 9,5 Kilometer langen Zielrunde in Merzig die Entscheidung um den Etappensieg erleben wird. Für die Zuschauer wird es vor allem an folgenden Punkten sportlich interessant: bei der Sprintwertung in Dillingen (Dieffler Straße) sowie den Bergwertungen in St. Barbara und hinter Hemmersdorf Richtung Fürweiler.


Schon seit Wochen künden die Plakate der Deutschland-Tour das Radsport-Highlight an. Den Verlauf der Strecke, die vom Start in Trier über 177 Kilometer nach Merzig führt, haben viele Hobby-Radsportler mit dem eigenen Rennrad bereits erkundet. Rund 143 der 177 Kilometer verlaufen durch die saarländischen Kreise Merzig-Wadern und Saarlouis. Nicht nur Radsport-Fans aus der Region, sondern auch von außerhalb wie den 70-jährigen Hermann Füssler aus dem südhessischen Heppenheim, konnte man auf dem Kurs beobachten. Der Heppenheimer ist überrascht vom anspruchsvollen Streckenprofil mit seinen vielen Steigungen: „Es ist hier nicht flach und grau, sondern grün und hügelig“, lobt er die landschaftlich ebenso reizvolle wie sportlich anspruchsvolle Radstrecke im „Land der Gegenanstiege“.

Am Samstag werden sicher viele saarländische und auswärtige Radsportfans an der Strecke stehen, um Weltklasse-Radler wie Geraint Thomas und Tom Dumoulin oder die deutschen Top-Fahrer wie Pascal Ackermann, André Greipel und Marcel Kittel zu bewundern. In den letzten Tagen sind zu den Plakaten an der Strecke bereits die notwendigen Verkehrsschilder dazu gekommen. „Ein solches Spitzensport-Ereignis ist eben mit zeitweisen verkehrlichen Einschränkungen verbunden“, weiß Elke Wallerich von der Dillinger Stadtverwaltung. Die absoluten Halteverbote entlang der Strecke sind bereits angezeigt, etliche Absperrgitter für Zuschauer und den Autoverkehr stehen bereit.



In enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden sollen die Behinderungen aber so gering wie möglich gehalten werden, betont Wallerich. So sollen die Durchfahrtsstraßen in Dillingen nur maximal 45 Minuten für den fließenden Verkehr gesperrt werden. Die Halteverbote in der Hüttenstadt beginnen um 11 Uhr und dauern bis 15.30 Uhr. Im Kreis Merzig-Wadern ist das Zeitfenster der Verkehrseinschränkungen meist größer. So ist etwa die Ortsdurchfahrt in Hilbringen, hier fährt die Tour zweimal durch, von 14 bis 16 Uhr gesperrt. Die Halteverbote gelten teilweise sogar ganztägig. Auf der gesamten Strecke werden die Polizei, eine mobile Motorradstaffel sowie Streckenposten des Veranstalters bereits eine halbe Stunde vor dem Feld der Radsportler für eine freie Strecke sorgen. Und 15 Minuten vor dem nahenden Peloton wird ein Polizeifahrzeug mit roter Flagge das Feld ankündigen.

Entlang der Strecke sorgen nur wenige Aktionen für etwas Abwechslung während der Wartezeit. Lediglich in Hemmersdorf haben die Sportvereine FSV, Tennisclub sowie der Lauftreff des Kneipp-Vereins ein Programm geplant. Direkt an der Strecke am Hartplatz der Fußballer werden eine Bühne sowie ein Motivplakat des „Denkmal Tom Simpson am Mont Ventoux“ aufgebaut. Bei fetziger Musik gibt es ab 12.30 Uhr eine Radvorführung mit Spinning-Rädern auf der Bühne bis zur Vorbeifahrt der Radprofis etwa zwei Stunden später. Zudem sorgen ein Bier- und Essensstand für die Verköstigung der Zuschauer. Über weitere Aktionen ist in den Kommunen nichts bekannt.

(AJK)