| 20:32 Uhr

Basketball
Sunkings siegen gegen eigene Trikots

Ivan Skrobo fliegt in Richtung Stuttgarter Korb. Kurios: Der Gegner spielte in den alten Sunkings-Trikots.
Ivan Skrobo fliegt in Richtung Stuttgarter Korb. Kurios: Der Gegner spielte in den alten Sunkings-Trikots. FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Die Basketballer der Saarlouis Sunkings haben gegen Stuttgart einen überzeugenden Heimsieg gefeiert – obwohl Kapitän Easterling angeschlagen ist und der Gegner im Trikot der Gastgeber spielte. Von David Benedyczuk

Eine kleine Schwächephase zu Anfang. Dazu der Schlendrian in den Schluss-Sekunden, den die Gäste vom MTV Stuttgart nutzten, um das Ergebnis im Spiel der Basketball-Regionalliga bei den Saarlouis Sunkings aus ihrer Sicht erträglicher zu gestalten. Sechs Wochen nach dem letzten Auftritt in der Saarlouiser Stadtgartenhalle gab es bei der Rückkehr der „Sonnenkönige“ in heimische Gefilde nicht viel zu kritisieren. Mit einem souveränen 92:74 (55:34)-Sieg glückte den Sunkings am Sonntag ein gelungener Jahreseinstand vor Heimpublikum.



Trainer Dennis Mouget verfolgte das Geschehen vom Spielfeldrand aus gewohnt emotional und an der Außenlinie entlang wandernd, dabei hätte er sich eigentlich gemütlich auf die Ersatzbank begeben und die Vorstellung seines Teams beruhigt im Sitzen verfolgen können. Der stressigste Moment des Tages lag schon längst hinter ihm. „Wir sind etwas verhalten gestartet. Vielleicht waren wir irritiert, weil die ihre Trikots vergessen hatten und in den alten Royals-Dingern aufliefen, die Dennis zu Hause noch ganz schnell ausgekramt hat“, mutmaßte Aufbauspieler Edgar Schwarz.

Ende des ersten Viertels fanden die Sunkings aber in die Spur und nahmen eine 25:20-Führung mit ins zweite Viertel, in dem sie die Schwaben mit Tempo-Basketball förmlich überrollten. Binnen drei Minuten zogen die Sunkings von 30:26 auf 15 Punkte weg. Es klappte fast alles, so traf der länger verletzte Florian Kirsch direkt nach seiner Rückkehr aufs Feld per Dreier zum 41:26. Danach blieb Saarlouis zielsicher, am Ende standen fast 60 Prozent Trefferquote aus dem Feld zu Buche – und auch das Zusammenspiel der beiden Hünen Ivan Skrobo und Hari Mujkanovic funktionierte perfekt.

Nach der Halbzeit wuchs der Vorsprung weiter an, Mouget konnte es sich leisten, den angeschlagenen Ricky Easterling über weite Strecken draußen zu lassen. „Es war gut, dass ich ihn schonen konnte. Drei Physios haben an ihm rumgebastelt, um den entzündeten Rückennerv zu behandeln. Eigentlich bräuchte er eine Pause“, sagt Mouget. Doch das kann sich der Trainer fast nicht leisten, auch wenn gegen Stuttgart andere einsprangen. Mit 22 Punkten war Mujkanovic bester Werfer vor Samme Unger (19), der stark spielte. „Die Team-Chemie ist seit Saisonbeginn immer besser geworden. Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagte der Schwede nach dem zwölften Saisonsieg. Am Samstag, 19 Uhr, erwarten die Sunkings den 1. FC Kaiserslautern zum nächsten Heimspiel.

Die Punkte der Sunkings: Hari Mujkanovic 22, Samme Unger 19, Ricky Easterling 16, Alan Bedirhanoglu 14, Ivan Skrobo 6, Florian Kirsch, Christopher Koch, Jack Tisdale je 5.