Streit LfS und Rat Saarlouis um Radwege

Radverkehr : „Bedingt durch die örtliche Enge“

Radler: Landesbetrieb für Straßenbau erklärt die Situation an der Abfahrt der A 620/Wallerfanger Straße.

In einer Reaktion auf die Berichterstattung über die Kritik des Saarlouiser Stadtrates an der Planung von Radwegen hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) erneut dargelegt, warum sich für die Radfahrer auch nach Umgestaltung der Abfahrt von der A 620 an der Wallerfanger Straße nichts ändern werde. „Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass keine baulichen Veränderungen am Knotenpunkt durchgeführt werden. Somit ändert sich für die Radfahrer durch die Freisperranlage nichts an der jetzigen Situation, diese müssen nach wie vor den vorhandenen Verkehrsraum nutzen“, heißt es in der Stellungnahme. „Die Radfahrer erhalten im Rahmen der Teilsignalisierung, wie alle anderen Verkehrsteilnehmer auch, lediglich das Sperrsignal (Ampel rot/gelb) und sind außerhalb der Betriebszeiten dieser Anlage verpflichtet, die Beschilderung zu beachten.“

„Bedingt durch die örtliche Enge, der starken Verkehrsbelastung und das nicht Vorhandensein entsprechend ausreichender Abbiegefahrstreifen“ sei es nicht möglich, den Knotenpunkt im herkömmlichen Sinne einer Lichtsignalanlage zu betreiben. „Aus gleichen Gründen kann der LfS im Bereich der Anschlusstelle Wallerfangen und der Wallerfanger Straße unter dem Aspekt der „Pseudo-Sicherheit“ keine Schutzstreifen in diesem Streckenzug befürworten, zumal das Führen des Radverkehrs auf Schutzstreifen in kurzen Abschnitten zur Verunsicherung aller Verkehrsteilnehmer führt und die Radfahrer somit schwächt, statt sie zu stärken.“

In der ersten Diskussionsrunde vor zwei Jahren hatte der LfS auch einen kombinierten Geh- und Radweg vorgeschlagen. „Hierfür wäre jedoch einseitig ein beträchtlicher Eingriff in die vorhandene Allee und private Grundstücke notwendig.“ Dieses Konzept hatte der Rat ebenso wie eine komplett alternative Wegführung für Radfahrer abgelehnt.