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Starker Auftritt ohne Happy End

Ricky Easterling warf insgesamt 25 Punkte und war damit zusammen mit dem Würzburger Donovan Morris bester Mann auf dem Platz. Dennoch reichte es für Saarlouis im ersten Zweitliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte nicht zu einem Sieg. Foto: Ruppenthal
Ricky Easterling warf insgesamt 25 Punkte und war damit zusammen mit dem Würzburger Donovan Morris bester Mann auf dem Platz. Dennoch reichte es für Saarlouis im ersten Zweitliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte nicht zu einem Sieg. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Trotz einer lange Zeit starken Leistung mussten sich die Basketballer des TV Saarlouis bei der Heimpremiere in der 2. Bundesliga ProB mit einer Niederlage abfinden. Gegen die TG Würzburg II hieß es vor 450 Zuschauern in der Stadtgartenhalle am Ende 77:87. David Benedyczuk

Die Enttäuschung war den Basketballern des TV Saarlouis nach der Schluss-Sirene in den Gesichtern abzulesen. Im ersten Zweitliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte verlor das Team von Trainer Chris Cummings am Samstag gegen TG Würzburg II nach hartem Kampf mit 77:87 (40:42). Lange Zeit boten die Royals den favorisierten Gästen gut Paroli, am Ende sollte es aber nichts mit einer erfolgreichen Heimpremiere werden. Trotz der Niederlage verabschiedeten die rund 450 Zuschauer in der Saarlouiser Stadtgartenhalle den TVS nach der Partie mit großem Beifall in die Kabine. "Die Mannschaft war absolut gewillt, den Zuschauern etwas zu bieten und hat das auch geschafft", sagte der Saarlouiser Manager Hanno Mouget. "Würzburg war aber ein starker Gegner und hat verdient gewonnen, weil sie in der Breite etwas besser besetzt waren."

Entscheidung im dritten Viertel


Der Durchbruch in Richtung Sieg gelang den Gästen gegen Ende des dritten Viertels. Nachdem Ricky Easterling mit vier seiner insgesamt 25 Punkte nochmal zum 58:58 ausgeglichen hatte, starteten die Würzburger einen 13:3-Lauf und verschafften sich so den entscheidenden Vorteil. Gegen die starke Abwehr der Unterfranken musste Saarlouis viele schwierige Würfe nehmen, von denen letztlich zu wenige den Weg durch die Reuse fanden. Mit 49 Prozent lag die Trefferquote der Royals bei den Zweiern zehn Prozent unter der der Gäste. Noch eklatanter fiel die Statistik bei den Dreiern aus: Während der TVS nur drei von zwölf Versuchen im Korb unterbrachte, verwandelte Würzburg fünf von acht. Und auch bei den Rebounds hatte Saarlouis mit 27:33 das Nachsehen.

"Der Gegner hat taktisch sehr klug gespielt und sich mit der Zeit immer besser auf uns eingestellt", so Mouget. Bester Schütze der Bayern war der US-Amerikaner Donovan Morris, der wie Easterling auf 25 Punkte kam. Zweitbester Saarlouiser Korbjäger war Karl Moore mit 16 Zählern, gefolgt von Alexander Goolsby (11) und Danny Rodriguez (10).

Mouget mit Resonanz zufrieden

"Das war für uns gegen ein Topteam der Liga ein Lernprozess. Es kommen sicher andere Gegner, gegen die es wichtiger sein wird zu punkten", blickt Mouget der weiteren Saison dennoch zuversichtlich entgegen. Was den generellen Ablauf der Heimpremiere angeht, ernteten die Gastgeber von den Verantwortlichen der Liga viel Lob. Und auch mit der Resonanz beim ersten Pflichtspiel in der Stadtgartenhalle war Mouget zufrieden: "Es hat mich gefreut, dass so viele Basketballfans aus der Umgebung da waren - trotz des Fußball-Länderspiels der deutschen Mannschaft." Das nächste Heimspiel bestreiten die Royals am 1. November gegen die BG Karlsruhe . Davor muss der TVS, der mit einem Sieg und zwei Niederlagen nun Platz sieben belegt, zwei weitere Male auswärts ran, am Sonntag bei den Weißenhorn Youngstars.

Die Punkte für Saarlouis : Ricky Easterling 25, Karl Moore 16, Alexander Goolsby 11, Danny Rodriguez 10, Muharem Mujkanovic, Bloochy Valbrun je 6, Jimmy Lauter 2, Michael Klein 1.