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Stark erhöhte Influenza-Aktivität

Kreis Saarlouis. Die Grippewelle hat Deutschland fest im Griff. Laut dem Berliner Robert-Koch-Institut sind bisher rund 40 000 Menschen erkrankt. Auch im Kreis Saarlouis: Das DRK-Krankenhaus Saarlouis hat eine zum Teil angespannte Lage, in Lebach ist es dagegen ruhiger. Lara Kühn

"Gesundheit!" ist wahrscheinlich eines der meist verwandten Wörter in diesem Winter. Die Grippewelle schwappt wieder über Deutschland und ist in diesem Jahr nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zudem noch extrem hartnäckig. Viele hat es dabei schon selbst erwischt, der ein oder andere hütet bereits zum wiederholten Male mit Kopf- und Gliederschmerzen das Bett.

Mehrheitlich sind Grippeviren die Verursacher der unangenehmen Beschwerden. Über 200 verschiedene Erregersorten zählt das RKI. Einer der prominentesten ist der Influenzavirus. Zu den klassischen Erkältungssymptomen gesellen sich bei einer Influenzainfektion zumeist Fieber und allgemeine Schwäche. Derart schwere Grippefälle verzeichnet Lebacher Caritas-Krankenhaus momentan keine. Allerdings werden dort, wie immer um diese Jahreszeit, mehr Menschen als sonst mit grippalen Infekten stationär behandelt, berichtet die Öffentlichkeitsbeauftragte Martina Altmeier.

Im Schnitt verbringen die Patienten dann eine Woche im Krankenhaus, schildert Jürgen Lehmann, Chefarzt im DRK-Krankenhaus in Saarlouis , die aktuelle Lage. Die Zahl der grippalen Infekte sei in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen. Durch das stärkere Patientenaufkommen könne dann auch mal der Platz im Krankenhaus rar werden: "Wenn die normale Bettenkapazität erschöpft ist, müssen vorübergehend Zimmer überbelegt werden, um dringliche Notfälle aufnehmen zu können", erklärt der Internist.

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI bestätigt die Einschätzungen des Saarlouiser Arztes und meldet für den Kreis Saarlouis eine "stark erhöhte Influenza-Aktivität", die in diesem Jahr deutschlandweit heftiger ausfalle als im Winter zuvor. Auch in der Saarlouiser "Klinik" sei die Zahl der Patienten in der allgemeinen Inneren Medizin im Januar und im Februar um 14 Prozent höher gewesen, als im Vorjahr, sagt Marion Rauber vom Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen.

Impfen und Hände waschen


Der beste Schutz gegen eine Grippeinfektion ist nach Meinung der Arbeitsgemeinschaft Influenza eine Grippeimpfung. Insbesondere älteren Menschen legen die Experten eine Immunisierung nahe.

Ansonsten gilt wie immer: Gründliches Händewaschen und ein sicherer Abstand zu niesenden und hustenden Personen kann bisweilen mit etwas Glück das Schlimmste verhindern.