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Stadtrat Saarlouis will digitale Platform

Digitalisierung : Saarlouiser Rat einig über lokale Digitalisierung

Quer durch die Ratsparteien herrscht Einigkeit, dass der Wechsel ins digitale Zeitalter auch lokal gestaltet und kontrolliert werden muss. Der Saarlouiser Stadtrat nahm in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag von CDU und Grünen an, wonach die Stadtverwaltung ein Digitalisierungsforum einrichten wird.

„Visionär“ nannte das CDU-Fraktionschef Raphael Schäfer. Nicht wirklich, setzt ihm SPD-Ratsmitglied Peter Engstler entgegen, denn der Prozess der Digitalisierung laufe schon auf allen Ebenen.

Es geht darum, dass wichtige „Player“, also Interessengruppen aller Art, Information und Geschäftsgänge digitalisieren, also vernetzt über das Internet laufen lassen. Wichtige Player in Saarlouis sind zum Beispiel die Stadtwerke oder das Rathaus. Viele Informationswege werden sich ändern: bei Anträgen, bei der Übermittlung persönlicher Daten, zum Stromversorger und zur Müllabfuhr ebenso wie zum Arzt. Das Gesamtergebnis wird als „Smart City“ bezeichnet.

Wer also stellt Plattformen und Datenwege zur Verfügung, wer regelt die Zugänge, wie wird die Datensicherheit kontrolliert: Fragen, die sich ergeben, und in deren Beantwortung von Anfang an nicht nur die „Player“ einbezogen werden sollen, sondern auch die Bürger.

Dieser Prozess soll in Saarlouis nicht unkontrolliert verlaufen, fordert der Stadtrat im Einklang mit einer „Smart City Charta“ aus dem Bundesministerium für Umwelt- und Naturschutz.

SPD-Fraktionschef Hakan Gündüz nannte den schwarz-grünen Antrag „zu abstrakt“, ließ dort einfügen, dass dieses Digitalisierungsforum auch wirklich eingerichtet werden soll und stimmte mit seiner Fraktion zu. Insgesamt ein „sehr guter Antrag“, befand auch FWG-Fraktionschef Altomaro Locurcio.

Nun also soll zunächst definiert werden, wer denn die wichtigsten Player in Saarlouis sind. Alles Weitere wollte der Rat in der letzten Sitzung seiner Amtsperiode dann doch dem neuen Rat überlassen, der am 26. Mai gewählt wird.