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Stadtrat Saarlouis ändert Bebauungsplan Steinrausch

Stadtrat : Steinrausch: Mehr Fläche für ehemaligen Treff-Markt

Der Stadtrat Saarlouis will den Bebauungsplan anpassen, um den Standort für einen Nachfolger attraktiver zu machen.

Die Stadt Saarlouis wird den Bebauungsplan für den Steinrausch ändern, um den Betrieb eines größeren Einkaufsmarktes zur Nahversorgung zu ermöglichen. Das beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Hintergrund ist die Schließung des Treff 3000. Dieser einzige Markt auf dem Steinrausch gehört zur Edeka-Gruppe. Er wird mit der Begründung geschlossen, zu wenig Umsatz zu machen. Hauptamtsleiter Thomas Jakob sagte, Edeka habe alle Treff 3000-Geschäfte in Deutschland an Netto verkauft, nur das am Steinrausch nicht. Das beleuchte, wie schwierig es sei, einen Nachfolger zu finden. Kontakte zu den großen Marktbetreibern hätten ergeben, dass niemand Interesse habe, sagten Jakob und Oberbürgermeister Peter Demmer. Interesse an einer Nutzung des Gebäudes (rund 700 Quadratmeter Verkaufsfläche) bestehe nur für ein Ärztezentrum, für ein Fitness-Center oder Wohnraum.
Das liege eben daran, dass die Verkaufsfläche zu klein sei, sagte Herbert Fontaine (CDU). Deswegen beantragte Raphael Schäfer für CDU und Grüne, eine größere Verkaufsfläche zu ermöglichen und anzubieten. Das geht nicht willkürlich. Doch der Stadtrat kann sich auf das aktuelle städtebauliche Einzelhandelskonzept berufen. Darin sind Angebot und Nachfrage analysiert, es ist zur Entscheidung genau solcher Fälle wie auf dem Steinrausch erstellt worden.
Die Bemühungen um die größere Verkaufsfläche verurteilte Altomaro Locurcio (FWG) als „blinden Aktionismus im Wahlkampf“. Solche Vorhaben seien nicht mehr zeitgemäß. Schäfer wies das zurück. Die Stadt habe einen Auftrag zur Daseinsvorsorge „für alle Stadtteile, auch für den Steinrausch“.