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Stadtbibliothek Saarlouis zeigt Ausstellung der LmDR über Russlanddeutsche

Von der Landsmannschaft : Deutsche aus Russland, Geschichte und Gegenwart: Ausstellung in der Stadtbibliothek Saarlouis

Vor fast 260 Jahren rief Zarin Katharina Deutsche nach Russland. Viele Nachfahren kehrten später ins Land der Ahnen zurück. Die Geschichte der Russlanddeutschen ist eines der Dramen des 20. Jahrhunderts. Eine Wanderausstellung zeigt ihre Wege.

(red) Die Stadtbibliothek Saarlouis zeigt eine Ausstellung über Russlanddeutsche und ihre Geschichte. Von Deutschland nach Russland und zurück, „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart" heißt die Schau.

Die Ausstellung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland blickt auf die spannende Geschichte russlanddeutscher Spätaussiedler. Vom 22. Juli bis zum 11. August ist sie in der Stadtbibliothek zu sehen.

Fast 260 Jahre ist es her, dass die deutschstämmige Zarin Katharina die Große eine große Auswanderungswelle von Deutschen nach Russland auslöste: Am 22. Juli 1763 erließ sie ihr Manifest, mit dem eingewanderte Deutsche in den Steppen der Kirgisen und Tataren Weizen anbauen sollten. Dafür versprach sie ihnen umfangreiche Privilegien und bis zu 30 Hektar Land für jede Familie.

So entstanden in den folgenden 100 Jahren zahlreiche deutsche Siedlungen von der Wolga bis zum Kaukasus.

Deutsche Schüler 1978 in Batamschinsk- Aktobe in Kasachstan Foto: Foto: Archiv des LmDR

Die Folgen der beiden Weltkriege und daraus resultierender Konflikte trafen die Nachfahren der deutschen Auswanderer hart. „Es kam zu Pogromen und Deportationen, Enteignungen, Repressalien und zum Verbot der deutschen Sprache“, berichtet die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR). „So ist es kein Wunder, dass in der Folge viele Deutsche die Russische Föderation sowie die Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR verlassen haben und ins Land ihrer Ahnen zurückgekehrt sind.“

Die Ausstellung „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart“ informiert über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und ihre spannende Geschichte. Zudem soll sie auch zum Abbau von Vorurteilen und zur Verbesserung der Akzeptanz russlanddeutscher Spätaussiedler in der deutschen Gesellschaft beitragen.

Die Ausstellung beginnt am Mittwoch, 22. Juli, um 15 Uhr in der Stadtbibliothek Saarlouis. Eröffnet wird sie von Bürgermeisterin Marion Jost und dem Projektleiter der Ausstellung, Jakob Fischer. Die Ausstellung wurde konzipiert vom LmDR und realisiert mit Mitteln des Bundesinnenministeriums sowie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. In der Stadtbibliothek Saarlouis zu sehen sein wird sie bis zum 11. August. Der Eintritt ist frei.