Stadt Saarlouis nach Ärger mit Knöllchen-Vergabe

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach Knöllchenstreit in Saarlouis : „Solche Situationen sollen sich nicht wiederholen“

Eine Situation wie nach dem Oktoberfest auf dem Großen Markt in Saarlouis will die Stadtverwaltung künftig vermeiden. Autofahrer sollen klarer erkennen, wann sie parken dürfen und wann nicht.

Nach dem Wirbel um Knöllchen auf dem Großen Markt in Saarlouis will die Stadtverwaltung „unübersichtliche Situationen nach Festen ausschließen“. Das sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch auf Anfrage. Autofahrer waren sauer, dass ihnen Verwarnungen von 25 Euro verpasst wurden, obwohl sie glaubten, nach dem Oktoberfest ganz regulär wieder auf dem Großen Markt zu parken. Tatsächlich aber hatten Unbekannte die Barke vor einer Zufahrt zu früh geöffnet, der Platz war noch nicht ganz geräumt und vor allem noch nicht gereinigt. Die Pkw-Fahrer aber fühlten sich zum Einfahren animiert. Das Halteverbots-Schild aber war stehen geblieben. Deswegen die Knöllchen.

Dem Ordnungsamt war das laut Sprecher aber erst aufgefallen, nachdem der Parkplatz schon zu einem Drittel gefüllt war. An Räumen sei da nicht mehr zu denken gewesen. Genau diese Situation will die Stadt künftig vermeiden. Sie will die Zufahrten gleich im Auge behalten, damit es zu keinen Zweifelsfällen mehr kommt.

Darum ging es: Das Schild zeigte Halteverbot für eine Seite des Großen Marktes, aber eine beiseite geräumte Absperrung suggierte vielen Autofahrern, sie könnten doch parken. Foto: Ordnungsamt Saarlouis

Für dieses Mal hatte die Stadt auf die schon erteilten Verwarnungen verzichtet. Noch am Freitag Mittag waren etwa zehn Betroffene im Rathaus erschienen, um wütend zu protestieren, hatten aber vor verschlossenen Türen des Ordnungsamtes gestanden. Ihr Verdacht, das Amt habe wegen des Protestes dicht gemacht, erwies sich aber als falsch. Grund war die normale Freitags-Öffnungszeit des Amtes, sagte der Sprecher.

(we)
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