Stadt entfernt Bäume aus Altarm

Stadt entfernt Bäume aus Altarm

Saarlouis. Wer in diesen Tagen am Saarlouiser Saaraltarm spazieren geht, entdeckt zahlreiche umgestürzte und abgestorbene Bäume auf der Eisdecke. Diese werden jetzt aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen mit Spezialgeräten beseitigt. Seit Montag laufen die Arbeiten ab der Vaubaninsel in Richtung der Kläranlage

Manfred Heyer (r.) erkundigt sich bei Dietmar Esser (Mitte) und Andreas Engelmann (l.) nach den Arbeiten. Fotos: SZ/Petra Molitor.
Die Eisschicht auf dem Saarlouiser Saaraltarm ist zur Zeit mit umgestürzten Bäumen übersät.
Manfred Heyer (r.) erkundigt sich bei Dietmar Esser (Mitte) und Andreas Engelmann (l.) nach den Arbeiten. Fotos: SZ/Petra Molitor.

Saarlouis. Wer in diesen Tagen am Saarlouiser Saaraltarm spazieren geht, entdeckt zahlreiche umgestürzte und abgestorbene Bäume auf der Eisdecke. Diese werden jetzt aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen mit Spezialgeräten beseitigt. Seit Montag laufen die Arbeiten ab der Vaubaninsel in Richtung der Kläranlage. Der Neue Betriebshof Saarlouis (NBS) entfernt umgestürzte Bäume und solche, die nicht mehr sicher stehen. Baumbruch durch FäuleEs geht überwiegend um Weiden und Pappeln. Die Weiden sind zu großen Teilen von Pilzen wie Brandkruste, Zunderschwamm, Lackporling befallen, die Fäule verursachen. Darüber hinaus unterliegen beide Baumarten als schnellwüchsige Bäume mit weichem Holz ohnehin einem raschen natürlichen Verfall, wobei ganze Kronenteile absterben und ausbrechen können. Daher hat die "Bruchweide" auch ihren Namen. "Die teilweise sehr stürmische Wetterlage in der vergangenen Woche tat ihr Übriges zu der Situation, die wir nun schnellstmöglich zusammen mit einer Spezialfirma beseitigen", erläutert der Baubeigeordnete Manfred Heyer. Die große Masse der Gehölzteile im Saaraltarm kann auf Dauer zur Verlandung des Gewässers beitragen.Biotope erhaltenAußerdem werden durch die Fäuleprozesse der Biomasse unter Wasser Faulgase freigesetzt. Die können sich vor allem bei längerem Frost und einer geschlossenen Eisdecke, aber auch bei großer Hitze und dem damit verbundenen Sauerstoffmangel im Wasser schnell negativ auf das gesamte Gewässer und dessen Bewohner auswirken. "Sofern es möglich ist, werden während der Arbeiten gefährdete Bäume gekappt und so als so genannte Kopfweiden vorbereitet", erklärt Dietmar Esser vom städtischen Grünflächenamt. "Diese stellen ein begehrtes Biotop für eine vielfältige Fauna dar." Frei schwimmende Pflanzenteile, die jetzt wegen des Eises nicht zu erreichen sind, werden später von Booten aus entfernt. red