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Stab der Luftlandebrigade bleibt nun doch in Saarlouis - Bundeswehr-Reform wird revidiert

Fallschirmjäger üben für ihren Einsatz. Foto: Bundeswehr/PM
Fallschirmjäger üben für ihren Einsatz. Foto: Bundeswehr/PM FOTO: Bundeswehr/PM
Saarlouis/Lebach. Die Standort-Entscheidungen bei der Bundeswehr im Saarland sind gefallen. Stab und Stabskompanie der Luftlandebrigade bleiben nun doch in Saarlouis. Lebach wird mit Luftlandeaufklärern und Fernmeldern entschädigt. Daniel Kirch

Die Bundeswehr-Reform wird im Saarland in einem weiteren Punkt revidiert. Entgegen der Festlegung aus dem Jahr 2011 sollen der Stab und die Stabs- und Fernmeldekompanie der künftigen Luftlandebrigade 1, die im Laufe dieses Jahres aus der Saarland-Brigade und ihrem Schwesterverband in Niedersachsen gebildet wird, nun doch in Saarlouis bleiben und nicht nach Lebach umziehen. Das teilte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) nach einem Gespräch mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU ) mit. Bei Stab und Stabskompanie handelt es sich um etwa 300 Soldaten. In Saarlouis werden außerdem eine Luftlandepionierkompanie mit 200 Mann (mindestens bis 2017) sowie das Landeskommando und das Karrierecenter bleiben. Damit ist der Standort langfristig gesichert.

Nach Lebach soll im Jahr 2017 eine 250 Mann starke Luftlandeaufklärungskompanie verlegt werden, die derzeit noch in Zweibrücken beheimatet ist. Diese Kompanie sollte im Zuge der Bundeswehr-Reform ursprünglich aufgelöst werden; sie bleibt nach einer Absprache mit den niederländischen Streitkräften, die der Bundeswehr eine Luftlandebrigade unterstellt haben, nun jedoch erhalten (die SZ berichtete). Weiterhin wird die 190 Mann starke Fernmeldekompanie des Eurocorps 2017 nach Lebach ziehen, die aus Sigmaringen kommt und vorübergehend in Saarlouis untergebracht wird, sowie zwei Kompanien des künftigen Fallschirmjägerregiments 26 (geschrumpfte Saarland-Brigade).

Die Entscheidung, welche Einheiten in Saarlouis und welche in Lebach stationiert werden, hatte im Januar eine Kommission des Verteidigungsministeriums unter wirtschaftlichen und funktionalen Aspekten geprüft. Kramp-Karrenbauer teilte gestern mit, der Standort Lebach sei infrastrukturell bestens geeignet und biete den Soldaten gute Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten. Die Entscheidung in Berlin sei eine "Stärkung der Bundeswehr im Saarland ".

In Merzig werden in der neuen Struktur der logistische und sanitätsdienstliche Anteil des neuen Fallschirmjägerregiments 26 sowie eine Rekrutenkompanie und ein Sanitätszentrum stationiert (insgesamt 500 Soldaten). In Zweibrücken sollen künftig der Stab des Regiments sowie fünf Einsatzkompanien mit rund 900 Soldaten unterkommen.