1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Saarlouis

Späte Beisetzung zweier Kriegsopfer

Späte Beisetzung zweier Kriegsopfer

Dillingen. Die Würde, die ihnen in ihrer letzten Stunde verwehrt war, erfuhren zwei Gefallene des Zweiten Weltkrieges am Samstag auf dem Dillinger Waldfriedhof. Der 18-jährige Anton Wal und ein unbekannter Soldat hatten in den letzten Monaten des Krieges bei Kämpfen nördlich von Dillingen ihr Leben verloren

Dillingen. Die Würde, die ihnen in ihrer letzten Stunde verwehrt war, erfuhren zwei Gefallene des Zweiten Weltkrieges am Samstag auf dem Dillinger Waldfriedhof. Der 18-jährige Anton Wal und ein unbekannter Soldat hatten in den letzten Monaten des Krieges bei Kämpfen nördlich von Dillingen ihr Leben verloren. Etwa 63 Jahre später fand ein Suchtrupp des Vereins zur Bergung Gefallener in Osteuropa (VBGO) ihre Überreste. Der VBGO sorgte nun für eine würdevolle Beisetzung, zu der rund 50 Personen gekommen waren. Darunter waren auch Reservisten, Mitglieder des Bundes deutscher Fallschirmjäger und Vertreter der Stadt Dillingen.

Trompetenklänge zum Abschied

Erst 63 Jahre später wurden die Überreste zweier Gefallener des Zweiten Weltkriegs auf dem Kriegsgräber-Areal des Dillinger Waldfriedhofs beigesetzt. Foto: Johannes A. Bodwing

Begräbnisgesänge des russisch-orthodoxen Priesters Dimitri Svistov klangen über die Stätte mit Soldatengräbern. Die evangelische Militärpastorin Anna-Margarete Wirges stellte die Frage, was von einem Menschen bleibe, "wenn man selbst den Namen nicht kennt?".Zu den Trompetenklängen von "Ich hatt' einen Kameraden" wurden die beiden Särge mit den Überresten der Toten in Dillingen beigesetzt. az