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Leserbrief
So fördert man den weiteren Absturz

Zum Interview „Es tritt keiner ein, um jetzt mit Ja oder Nein zu stimmen“, SZ vom 21. Februar

Der Wähler hat doch gesprochen. Mit dem zweitbesten Ergebnis von 20,5 Prozent bei der Bundestagswahl kann sich die SPD nicht davor drücken, bei einer Regierungsbildung konstruktiv mitzuwirken. Mit dem Sondierungsergebnis mit der CDU wurden hierzu die Weichen gestellt, und die SPD sollte damit zufrieden sein. Auch die SPD-Stadtratsfraktion wäre gut beraten, wenn sie den Wählerwillen ernst nehmen würde. Der Fraktionsvorsitzende Hakan Gündüz nennt viele Wenn und Aber, um eine gewisse Hilflosigkeit zu rechtfertigen. Dabei ist es bemerkenswert, dass er nicht weiß, ob er für oder gegen die Groko ist. Unentschlossenheit ist allenfalls eine Impulsgebung für Stillstand oder gar Rückschritt, der Fraktionsvorsitzende fördert damit den weiteren Absturz der SPD.