Sich "nicht fremd fühlen"

Roden. Im Konferenzsaal der Rodener Kulturhalle ziehen sich über weiß gedeckte Tische rote Stoffbänder, Schnittchen auf silbernen Tabletts warten auf die Teilnehmer des Integrations-Themas der SPD. "Wir sind eingeladen, dann sind wir immer da", sagt ein italienisch-stämmiger Fraulauterner. "Ein bestimmtes Thema erwarten wir nicht

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, gut gelaunt in der Rodener Kulturhalle. Foto: Bodwing.

Roden. Im Konferenzsaal der Rodener Kulturhalle ziehen sich über weiß gedeckte Tische rote Stoffbänder, Schnittchen auf silbernen Tabletts warten auf die Teilnehmer des Integrations-Themas der SPD. "Wir sind eingeladen, dann sind wir immer da", sagt ein italienisch-stämmiger Fraulauterner. "Ein bestimmtes Thema erwarten wir nicht." Der Mann gehört zu den rund 130 geladenen Gästen. In beinahe familiärer Atmosphäre sprechen SPD-Spitzenkandidat Heiko Maas und der Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, zum Hauptthema Integration. Und natürlich geht es um die bevorstehende Landtagswahl. Integration und Bildung gehörten zusammen, betont Maas. Kleinere Klassen seien notwendig, weniger Unterrichtsausfall und bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung. "Das Saarland braucht einen Neuanfang", packt Steinmeier die Emotionen der Zuhörer. "Mit Heiko Maas als Ministerpräsident." Der Applaus ist ihm sicher.Steinmeier warnt vor einer Spaltung Europas, denn er sehe einen "anhaltenden Trend, dass sich Nord- und Südeuropa immer weiter auseinanderentwickeln". Ein gut vorbereitetes NPD-Verbot verlangt Steinmeier ebenso, wie nochmals ernsthaft über die Staatsangehörigkeit von Migranten zu reden. Denn die dürften sich hier "nicht fremd fühlen", betont der Bundespolitiker. az