Selber Färben macht viel Spaß

Kreis Saarlouis. Der Brauch, zu Ostern Eier bunt anzumalen und zu verschenken, ist eine weit verbreitete christliche Tradition. Bereits die Urchristen sahen das Ei als Sinnbild des Lebens und der Auferstehung. Es bunt zu färben findet in Deutschland erstmals im 16. Jahrhundert Erwähnung

Kreis Saarlouis. Der Brauch, zu Ostern Eier bunt anzumalen und zu verschenken, ist eine weit verbreitete christliche Tradition. Bereits die Urchristen sahen das Ei als Sinnbild des Lebens und der Auferstehung. Es bunt zu färben findet in Deutschland erstmals im 16. Jahrhundert Erwähnung. Hat es eigentlich noch Tradition, Eier selbst zu färben, und welche Möglichkeiten gibt es dazu? Wenngleich mit dem schnellen Griff ins Supermarktregal das Thema bunte Ostereier erledigt wäre, ist das Eierfärben besonders bei Familien mit Kindern immer noch angesagt. Auf der Kinder- und Jugendfarm herrscht jetzt in der Ferienfreizeit reges Treiben. Da darf vor Ostern das Angebot, Eier zu bemalen, nicht fehlen. Allerdings griff Dahud Runahey (Fotos: Heike Theobald) zu Kunsteiern am Stiel, weil "die sich leichter bemalen lassen". Auch bei der Farbauswahl hat die Kursleiterin eher zu ungewöhnlichen Mitteln gegriffen: "Wir haben die Eier mit Binderfarbe bemalt." Als Kinder haben Carolin Drewke, Nina Seimetz und Johanna Hirsch gerne Ostereier bunt angemalt, heute gehen sie dieser Tradition zwar nicht mehr zu Hause nach, aber da sie viel mit Kindern arbeiten, gehört für sie das Eierfärben mit zum Gestaltungsprogramm. Farbe in Tablettenform, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, zählt Drewke als Möglichkeit auf, die Eier zu färben. Versuchsweise haben die drei jungen Frauen auch schon natürliche Materialien benutzt und sie wissen, dass Rote Bete oder Rotkohl tolle Farbergebnisse erzielen. Mit Naturfarben aus dem Bioladen hat Petra Pressmar-Brun aus Saarlouis gearbeitet. Ihre Kinder Viktor und Kattina hatten dabei viel Spaß. "Und das Ergebnis sah wirklich schön aus", erklärt die Saarlouiserin. Was jedoch bei allem Spaß am Ende nicht mehr so schön ausgesehen habe, sei der Kellerraum, der ebenfalls viel Farbe abbekommen hatte. Mit einem bunten Mix von Naturfarben, Lebensmittelfarben und Buntstiften haben Christiane Groß und Björn Gehl mit Söhnchen Nils sich auf die Osterzeit eingestimmt. Zwischen zehn und 15 Ostereier haben sie in fantasievoller Art gestaltet. Lieber aus dem Supermarkt holt sich Sieglinde Braun aus Dillingen die bunten Ostereier. "Früher habe ich mit meinen Kindern immer die Eier selbst gefärbt, aber alleine macht es keinen Spaß mehr", sagt die 58-Jährige. Obwohl ihre Kinder heute bereits erwachsen sind, lässt sie es sich jedoch nicht nehmen, zu Ostern immer noch kleine Nester zu basteln. "Und da gehören ein Osterhase und bunte Ostereier dazu", sagt sie.