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Seine Kunst entsteht am Computer: Michael Kalki stellt in Dillingen aus

Seine Kunst entsteht am Computer: Michael Kalki stellt in Dillingen aus

Dillingen. Viele seiner Darstellungen erinnern an Collagen. Gesichter, Figuren, Gegenstände oder Symbole sind zu eigenwilligen Kompositionen zusammengesetzt und es scheint, als seien sie auf die bunt oder schwarz-weiß gemusterten Hintergründe appliziert. In traditioneller Manier mit Ölfarbe auf Leinwand übertragen, liegen den Bildkonzepten des in Zürich lebenden und arbeitenden Malers dennoch modernste digitale Verfahrensweisen zugrunde: Michael Kalkis Werk-Entwürfe entstehen am Computer. Aus dem schier unerschöpflichen Fundus des Netzes wählt der Künstler seine Motive aus, die er mit Hilfe eines Bildverarbeitungsprogramms verändert - verzerrt, verfremdet verkleinert, vergrößert oder verschiebt - und neu zusammensetzt. In der Regel sind es Ausschnitte aus Fotos, Plakaten oder grafischen Darstellungen. Unterschiedlichsten Bildzusammenhängen entnommene Elemente verwandeln sich in visuell umgesetzte Wortspiele, meist greifen sie politische und gesellschaftskritische Themen auf. Immer wieder erscheinen prominente Gesichter aus dem öffentlichen Leben - zu Sinnbildern von symbolischer Aussagekraft gesteigert.Einen Großteil seiner Entwürfe veröffentlicht Michael Kalki in einem eigens dafür eingerichteten Blog und lässt somit Interessierte an seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit den brisanten und aktuellen Themen unserer Zeit teilhaben. Durch die Übertragung seiner digitalen Collagen in das Medium der Malerei erreicht der Künstler eine gewisse Vereinheitlichung. Er bindet seine zusammengetragenen und an unterschiedlichen Wirklichkeitsgraden orientierten Fragmente in die spezifische Realität gemalter Bildwelten ein. Paradox, absurd oder surreal anmutend, eröffnen diese Einblicke in Unter- und Hintergründiges. red

Dillingen. Viele seiner Darstellungen erinnern an Collagen. Gesichter, Figuren, Gegenstände oder Symbole sind zu eigenwilligen Kompositionen zusammengesetzt und es scheint, als seien sie auf die bunt oder schwarz-weiß gemusterten Hintergründe appliziert. In traditioneller Manier mit Ölfarbe auf Leinwand übertragen, liegen den Bildkonzepten des in Zürich lebenden und arbeitenden Malers dennoch modernste digitale Verfahrensweisen zugrunde: Michael Kalkis Werk-Entwürfe entstehen am Computer. Aus dem schier unerschöpflichen Fundus des Netzes wählt der Künstler seine Motive aus, die er mit Hilfe eines Bildverarbeitungsprogramms verändert - verzerrt, verfremdet verkleinert, vergrößert oder verschiebt - und neu zusammensetzt. In der Regel sind es Ausschnitte aus Fotos, Plakaten oder grafischen Darstellungen. Unterschiedlichsten Bildzusammenhängen entnommene Elemente verwandeln sich in visuell umgesetzte Wortspiele, meist greifen sie politische und gesellschaftskritische Themen auf. Immer wieder erscheinen prominente Gesichter aus dem öffentlichen Leben - zu Sinnbildern von symbolischer Aussagekraft gesteigert.Einen Großteil seiner Entwürfe veröffentlicht Michael Kalki in einem eigens dafür eingerichteten Blog und lässt somit Interessierte an seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit den brisanten und aktuellen Themen unserer Zeit teilhaben. Durch die Übertragung seiner digitalen Collagen in das Medium der Malerei erreicht der Künstler eine gewisse Vereinheitlichung. Er bindet seine zusammengetragenen und an unterschiedlichen Wirklichkeitsgraden orientierten Fragmente in die spezifische Realität gemalter Bildwelten ein. Paradox, absurd oder surreal anmutend, eröffnen diese Einblicke in Unter- und Hintergründiges. red

Die Ausstellung wird am Sonntag, um 11 Uhr eröffnet. Es spricht Lina Scheewe, Saarlandmuseum. Dauer der Ausstellung: 18. Mai bis 8. Juni. Ort: Altes Schloss Dillingen, Schlossstraße 10, 66763 Dillingen. Öffnungszeiten: Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag, 14 bis 17 Uhr.

kunstverein-dillingen.de

Auf einen Blick

Michael Kalki wurde 1969 in Ravensburg geboren. Seine Ausbildung zum Künstler erhielt er zwischen 1993 und 1998 an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 1998 - 2000 folgte ein Studium an der Central Academy of Fine Arts in Peking. 1998 erhielt Kalki das Daad Postgraduierten Stipendium. 2003 wurden ihm das Arbeitsstipendium Else Heiliger Fond der Konrad Adenauer Stiftung, 2012 das SoART - Artists in Residence am Millstättersee (Österreich) zuteil. Bislang waren die Werke des Malers in zahlreichen Einzelausstellungen in Berlin und München zu sehen. red