Schule: Was in en Ferien im Kreis Saarlouis investiert wurde

Schuljahresbeginn : In den Ferien 2,8 Millionen Euro verbaut

Der Landkreis nutzte die Sommerferien zur Arbeit an Funktionsräumen, Toiletten und Dämmungen seiner Schulen.

Die Ferien sind vorbei, an diesem Montag fängt die Schule wieder an. In den 28 Schulen des Landkreises Saarlouis werden zu Unterrichtsbeginn rund 17 000 Schülerinnen und Schüler erwartet, darunter auch 1445 Neulinge der Klassenstufe fünf, von denen 745 eines der sechs Gymnasien und 700 eine der Gemeinschaftsschulen besuchen.

Die Ferien hat der Landkreis Saarlouis auch in diesem Jahr wieder zu umfangreichen Neu-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen genutzt. „Schwerpunkte waren in diesem Jahr die Schaffung neuer Funktionsräume für Fächer wie Chemie, das Dauerthema sanitäre Anlagen, die energetische Sanierung sowie der weitere Ausbau der Ganztagsbetreuung“, erläutert Margit Jungmann, Dezernentin und Leiterin des Amts für Schulen, Kultur und Sport beim Landkreis Saarlouis. „Investiert wurde zudem in die Bereiche Elektro und Digitalisierung sowie Brandschutz.“

28 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 2,805 Millionen Euro wurden dabei in den vergangenen sechs Wochen abgewickelt. „Diese Investitionssumme bezieht sich nur auf die Sommerferien“, erläutert Jungmann: „Einige größere Projekte laufen nach den Ferien noch weiter und sind teurer, als die Summen, die in den Ferien ausgegeben wurden.“

„Eine solche Vielzahl von Projekten umzusetzen, erfordert ein konzentriertes Zusammenspiel aller Beteiligten, von den Schulen über das Schul- und das Kreisbauamt bis hin zu den einzelnen Firmen der unzähligen Gewerke, nicht zu vergessen die Hausmeister als Ansprechpartner in den Schulen vor Ort“, betont Monika Braun, die Leiterin des Kreisbauamtes. Die Projekte wurden größtenteils von den eigenen Ingenieuren des Kreisbauamtes geplant, die auch bei allen Maßnahmen als Bauleiter die Arbeiten koordinierten und kontrollierten.

„Und es ist gar nicht einfach, in den Ferien für jedes Gewerk immer eine Firma zu finden, denn viele machen Betriebsferien oder sind wegen Urlaubs ihrer Mitarbeiter personell nicht so gut besetzt. Bei bestimmten Bauteilen oder Materialien gibt es auch Liefer-Engpässe“, erläutert Braun. „Zudem nutzen wir für viele Investitionen verschiedene Zuschuss-Programme, die oft an Fristen gebunden sind und bis zu einem bestimmten Termin abgewickelt sein müssen, das sorgt zusätzlich für Zeitdruck“, ergänzt Jungmann.

In der Bisttalschule in Hostenbach, dem Standort der Gemeinschaftsschule Wadgassen-Bous für die Klassenstufen fünf bis sieben, läuft der Ausbau zur teilgebundenen Ganztagsschule auf Hochtouren. Dazu werden zum einen die klassischen Klassenzimmer für 94 000 Euro um Differenzierungsräume für eigenständiges Arbeiten und Lernen sowie Ruhe- und Freizeiträume erweitert. Außerdem wird das Bistro für 200 000 Euro um einen Anbau erweitert. Das Projekt läuft nach den Ferien noch weiter und ist mit insgesamt rund 300 000 Euro veranschlagt.

Ähnliche Maßnahmen laufen an der Martin-Luther-King-Gemeinschaftsschule in Fraulautern. Hier flossen in den vergangenen sechs Wochen 48 000 Euro in den Ausbau der Gebundenen Ganztagsschule und 60 000 Euro in den insgesamt 328 000 Euro teuren Bistro-Anbau. An der Gemeinschaftsschule Saarlouis „In den Fliesen“ wurde für 90 000 Euro der zweite Bauabschnitt zum Ausbau der Gebundenen Ganztagsschule umgesetzt. Mächtig ins Geld geht immer der Ausbau sogenannter Funktionsräume. An den beiden Lebacher Gymnasien (Geschwister Scholl und Johannes Kepler) wurden die Chemieräume für jeweils rund 250 000 Euro saniert. Am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen geht der Neubau der 2,7 Millionen Euro teuren Schulturnhalle in die Endphase. Am technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum (TGBBZ) Dillingen wird das Werkstatt-Gebäude mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu einem Kompetenzzentrum „Digitalisierung 4.0“ ausgebaut. 130 000 Euro wurden in den Ferien für die Baukosten ausgegeben. Insgesamt hat das Projekt ein Volumen vom 975 000 Euro.

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