1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Saarlouis

Schüler erinnern an furchtbare Pulverexplosion vor 100 Jahren

Schüler erinnern an furchtbare Pulverexplosion vor 100 Jahren

Fast 100 Tote und ebenso viele schwer Verletzte: Eine Pulverexplosion am 14. September 1916 war eine Katastrophe für Saarlouis. Schüler erinnern exakt 100 Jahre später daran. Die Stadt ließ Gedenksteine sanieren.

Exakt 100 Jahre nach einer verheerenden Explosion in Saarlouis hat die Stadt die Grabstätten der Todesopfer auf dem Garnisonsfriedhof und einen Gedenkstein sanieren lassen, um die Erinnerungen an das Ereignis und dessen Opfer zu würdigen. Der Gedenkstein befindet sich an der Auffahrt zum Hundesportplatz am Choisy hinter dem Schulgelände des Max-Planck-Gymnasiums (MPG). Eine Arbeitsgemeinschaft des MPG hat sich lange mit dem Unglück beschäftigt und lädt zusammen mit der Kriegsgräberfürsorge und der Stadt Saarlouis zu einer Gedenkfeier exakt am 100. Jahrestag der Explosion am morgigen Mittwoch, 14. September, um 10 Uhr, ein: an der Auffahrt zum Hundesportplatz am Choisy. Dort befindet sich der Gedenkstein.

Am 14. September 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, flog auf dem heutigen Choisy ein Pulvermagazin mit belgischer Beutemunition in die Luft. Zahlreiche Bürger flüchteten aus Panik aus der Stadt und kehrten erst wieder zurück, als keine weitere Gefahr zu befürchten war. Bis heute sind die Ursachen der Explosion unbekannt. 96 Menschen starben, etwa gleich viele wurden schwer verletzt. Die Umgebung war verwüstet. Die Beisetzung von 87 Opfern der Tragödie fand auf dem Garnisonsfriedhof statt, auf dem ein Grabmal an das Ereignis erinnert. Die übrigen neun Toten, die nicht in Saarlouis beigesetzt wurden, kamen ursprünglich aus Lothringen und wurden mit einem Sonderzug in ihre Heimatorte zurückgebracht.