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| 21:18 Uhr

Saunalandschaft im Stadtgarten

Saarlouis. Was bisher ein gut besuchtes Hallenbad ist, wird zu einem größeren Komplex abgerundet: Das Bad im Stadtgarten soll ab 2010 durch ein Freibecken zu einem echten ganzjährig betriebenen Kombi-Bad werden; schon im Herbst 2009 soll eine Sauna in Betrieb genommen und eine große Außenterrasse eingeweiht sein, und schon jetzt ist der neue Schulungsraum ständig ausgebucht Von SZ-Redakteur Johannes Werres

Saarlouis. Was bisher ein gut besuchtes Hallenbad ist, wird zu einem größeren Komplex abgerundet: Das Bad im Stadtgarten soll ab 2010 durch ein Freibecken zu einem echten ganzjährig betriebenen Kombi-Bad werden; schon im Herbst 2009 soll eine Sauna in Betrieb genommen und eine große Außenterrasse eingeweiht sein, und schon jetzt ist der neue Schulungsraum ständig ausgebucht. Die Sauna stellte gestern der Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe der Stadt Saarlouis, Manfred Heyer, vor. Bis zu 60 Personen sollen die Sauna auf rund 300 Quadratmetern zeitgleich benutzen können. Die Sauna ist eigentlich eine Saunen-Landschaft. Als Rundweg angelegt werden ein Hammam (Türkisches Bad), Biosauna, Aromasauna und eine finnische Sauna. Ruheraum, Kaltwasserduschen, Tauchbecken, kleines Bistro und eine Außenanlage komplettieren die Landschaft.1,2 Millionen Euro soll der Bau der Sauna kosten. Sie wird nicht, wie zunächst gewollt, in der alten Hausmeisterwohnung unterkommen: zu wenig Platz, zu schlechte bauliche Voraussetzungen. Die Wohnung wird nur abgerissen. Die Sauna wird fast doppelt so groß wie die Grundfläche der bisherigen Wohnung.Mehr Personal als bisher sei nicht erforderlich, zwei Mitarbeiter seien zu Saunameistern ausgebildet worden. Zusätzlich, erklärte Heyer, sei eine Mitarbeiterin für Massagen ausgebildet worden; Massage könne also auch angeboten werden.Der Komplex werde es mit dem neuen Bad in Merzig auf jeden Fall aufnehmen können, sagte Heyer. Die Eintrittspreise stehen schon mal fest: bis zu drei Stunden etwa werden 13 Euro kosten, Benutzung des Hallenbades inklusive. Das Hallenbad wurde vor genau 40 Jahren gebaut. 2005 habe man 80 000 Besucher gezählt, 2008 aber 107 000. In einer Umfrage, sagte Heyer, habe sich die Hälfte von 600 Gästen eine Sauna gewünscht. Meinung

So kommt Ordnung rein

Von SZ-RedakteurJohannes Werres Abgesehen von den politischen Verwicklungen, von der Bewertung des planerischen Umwegs über ein "Naturbad": Ein attraktives Hallenbad ist da, eine große Sauna kommt auf jeden Fall hinzu, da passt ein nicht zu klein dimensioniertes Außenbecken sehr wohl. Das Konzept steht der Stadt gut an. Auch finanziell. Und auch, weil der Stadtgarten dafür an anderer Stelle unangetastet und ruhig bleibt. Und die Freilegung der Festungsmauer an der Stelle des alten Bades rechtfertigt sich spätestens nach dem mittlerweile vorletzten Stopp eines großen Projektes: der Bebauung des früheren Schlachthofes. Denn nun eröffnen sich dort Chancen, aus alten Mauern und Gräben wirklich etwas zu machen. So kommt Ordnung rein. Denn Stärken können sich nun stark entfalten. Stärken zu stärken ist ein sicheres Rezept im Städtebau. Schuldig ist die Stadt den Bürgern, das Freibecken liebevoll zu gestalten. Dazu gehört auch der Schutz vor Straßenlärm. Damit man wirklich im Stadtgarten schwimmen kann.