| 21:04 Uhr

Hallenbad Saarlouis
Gibt es am Ende doch noch ein Außenbecken?

Das Hallenbad Aqualouis in Saarlouis
Das Hallenbad Aqualouis in Saarlouis FOTO: Jean Roi
Saarlouis. Der Stadtrat hat in einer Sitzung beschlossen, dass sich die Stadt um Mittel aus einem Förderprogramm des Bundes bewirbt.

Das Hallenbad in Saarlouis, das Aqualouis, könnte doch noch ein Außenbecken bekommen und so zum Kombibad werden. Der Stadtrat beschloss jetzt, dass sich die Stadt um Mittel aus dem 100-Millionen-Euro-Programm des Bundes namens „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bewirbt. Ein Außenbecken ist Teil der Projekt-Bewerbung.


Das Hallenbad Saarlouis ist eine zentrale Freizeiteinrichtung in der Stadt. Laut Bürgermeisterin Marion Jost ist es das mit mit rund 120 000 Gästen pro Jahr am stärksten genutzte Hallenbad des Landkreises. Es bestehe aber in einigen Bereichen dringender Sanierungsbedarf. Ein auf Betreiben der Stadt von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen erstelltes Gutachten von 2017 komme zum Schluss, dass die „Sicherstellung eines dauer­haften Badebetriebes gefährdet ist“.

Das betrifft den Fliesenspiegel des 1968 gebauten Bades. Es war 1993/1994 und 2009/2010 grundlegend saniert worden. Die technischen Anlagen sind laut Jost „top“ und definitiv auch für ein Außenbecken geeignet. Die Erneuerung des Fliesenspiegel taxiert die Stadtverwaltung auf bis zu 740 000 Euro netto. Je 600 000 Euro netto würden eine Erneuerung des Dachs und der Glasfassade kosten.



Bis zu 1,5 Millionen Euro würde der Bau eines Außenbeckens kosten. Das war in der Vergangenheit bereits diskutiert worden, als es um einen Ersatz für das geschlossene Freibad im Stadtgarten ging.

Der gesamte Umfang des Sanierungsprojektes, für das der Stadtrat allerdings einen Teil der Kosten bewilligen muss, liegt bei über vier Millionen Euro.

Die Stadtverwaltung beschreibt das aktuelle Bundesprogramm so: „Die Mittel stehen für die Förderung investiver Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung und mit sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den gesellschaftliche Zusammenhalt und die soziale Integration in der Kommune zur Verfügung.“

Die Projekte sind zudem gekoppelt an einen Beitrag zum Klimaschutz – und die Kommune soll dabei klotzen, nicht kleckern: Es geht um große Maßnahmen.