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Saarlouis wählt Kandidaten für Rat aus sechs Listen

Saarlouis. Die Stadt Saarlouis spiegelt auf ihre Weise politische Großwetterlagen der Republik. Vor 25 Jahren gingen noch drei von vier Bürgern zur Wahl. Zuletzt, 2004, war es nur noch gut jeder zweite. Es gab eine angestammte Mehrheitspartei, hier die SPD. Kaum schwächer (in der Regel 40 plus/minus x Prozent) die Oppositionspartei, hier die CDU

Saarlouis. Die Stadt Saarlouis spiegelt auf ihre Weise politische Großwetterlagen der Republik. Vor 25 Jahren gingen noch drei von vier Bürgern zur Wahl. Zuletzt, 2004, war es nur noch gut jeder zweite. Es gab eine angestammte Mehrheitspartei, hier die SPD. Kaum schwächer (in der Regel 40 plus/minus x Prozent) die Oppositionspartei, hier die CDU. Vor einem Vierteljahrhundert zogen erstmals die Grünen in den Stadtrat ein. Mit ihnen bildete die SPD von 1984 bis 1999 eine rot-grüne Koalition. Danach, von 1999 bis 2004, regierte die CDU mit einer Stimme Mehrheit. Die CDU blieb 2004 stärkste Fraktion, bildete aber eine Kooperation mit der erstmals im Rat vertretenen FWG. Das hielt nicht lange und wurde von der Großen Koalition abgelöst. Die FWG-Fraktion teilte sich 2005 in FWG (ein Sitz) und FW (zwei Sitze). Die FW-Fraktion trat 2008 zur FDP über, behielt aber ihre beiden Sitze im Rat. Saarlouis (rund 38 400 Einwohner) setzt sich aus acht unterschiedlich geprägten Stadtteilen zusammen. Die großen Stadtteile Roden (8930 Einwohner) und Fraulautern (7350 Einwohner), beide nach wie vor von Arbeitern geprägt, haben besonderes Gewicht bei Wahlen. Die Innenstadt (6940 Einwohner) prägt das Bild von Saarlouis vor allem nach außen. Hier liegt übrigens der Anteil der Senioren mit rund 29 Prozent am höchsten. 3650, fast zehn Prozent der Bürger von Saarlouis, sind ausländischer Herkunft. Ein großer Teil von ihnen wählt den Stadtrat mit, vor allem die rund 1500 Italiener. Für eine Mittelstadt ungewöhnlich ist die Dichte: von Schulen (17), zwei Krankenhäusern, Großindustrie wie Ford, DSD oder Ludwig Schokolade, in 2100 Betrieben rund 30 000 Arbeitsplätzen (bei 23 000 Einpendlern), von 700 Betrieben im Groß- und Einzelhandel. we